„Geistreiches“ aus aller Welt

(djd). Auf die Gesundheit stößt man in den meisten Ländern gern mit einem guten Tropfen an. In Frankreich heißt es dann „Santé!“ oder auch „Tchin-tchin“, in Polen „Na zdrowie!“ und in Dänemark sagt man „Skål!“. Zu den landestypischen Trinksprüchen gesellen sich überall auch unterschiedliche Spirituosen – es lohnt sich also, den Trinkgewohnheiten der verschiedenen Nationen einmal nachzuspüren. So stößt man in Frankreich eher vorsichtig und dezent an oder deutet die Geste nur an. Ein typischer französischer Schnaps ist der Pastis, der aus der Provence stammt. Anis – er kommt heute meist als Sternanis aus Asien – verleiht diesem Schnaps seinen besonderen Geschmack. Aber auch Fenchel, Süßholzwurzel und andere Kräuter sind für das Aroma verantwortlich.

Faszinierende Vielfalt

Schon die große Vielfalt der „geistreichen“ Getränke auf den Kontinenten der Welt ist faszinierend. „Noch interessanter wird es aber, wenn man an die unterschiedlichen Genussgewohnheiten in den verschiedenen Ländern denkt“, sagt Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI). Es macht viel Freude, wenn man mit seinen Gästen nicht nur einfach einen guten Whiskey trinkt, sondern wenn er der krönende Abschluss eines beispielsweise schottisch inspirierten Menüs ist.

Von Mexiko bis nach Hamburg

Andere Länder, andere Gebräuche: In Mexiko beispielsweise wird der Tequila gebrannt – ein Agavenschnaps, der einen Alkoholgehalt von 38 bis 40, manchmal sogar bis zu 50 Volumenprozent Alkohol hat. Junger Tequila wird gern auf spezielle Art getrunken: Erst leckt man ein wenig Salz von seiner Hand, dann trinkt man den Schnaps und beißt direkt danach in eine Zitronen- oder Limettenscheibe. In Hamburg, wo man gern einen klaren Korn trinkt, hat man es einfacher. Dieser Schnaps hat mindestens 32 Volumenprozent Alkohol, kommt gut gekühlt in ein ebenfalls gekühltes Glas und schon heißt es „Prost“ oder „zum Wohl“. Gebrannt wird der Korn meist aus Roggen oder Weizen. Aber auch Gerste, Hafer oder der selten angebaute Buchweizen dürfen verwendet werden.

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