Geist und Gehirn. Was wir vom Bewusstsein (nicht) wissen

Aktuelle Ergebnisse der Erforschung außerordentlicher Bewusstseinszustände insbesondere in Todesnähe, beispielsweise Nahtoderfahrungen und terminale Geistesklarheit, lassen Zweifel an der Grundannahme aufkommen, das menschliche Bewusstsein sei grundsätzlich an messbare Gehirnaktivitäten gebunden. Die Einordnung dieses Befundes schwankt zwischen esoterischer Stilisierung zum „Jenseitsbeweis“ und reduktionistischer Erklärung zur „Illusion“. Dagegen gilt es, auf intellektuell redliche Weise zu erwägen, inwiefern die Zweifel am gängigen Paradigma begründet sind und welche alternativen Erklärungsansätze sich rational verantworten lassen.

Tagungsleitung

Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom
Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden

Dorothea van Loyen
Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Pater Clemens Maaß SJ
Kataholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen

Dr. rer. nat. Jörg Michel
Evangelische Akademie Meißen

Dr. theol. Denis Schmelter
Institut für Katholische Theologie, Technische Universität Dresden

Programm

Freitag, 27. Februar 2015
ab 13:00 Uhr
Registrierung

14:00 Uhr
Begrüßung

14:15 Uhr
Panel 1
Beschreibung von besonderen Phänomenen in Todesnähe

Was wissen wir über Nahtoderfahrungen?
Definition, Häufigkeit, Forschungsstand
Dr. med. Birk Engmann, Facharzt für Neurologie und Nervenheilkunde, Leipzig

Wenn Sterbende uns überraschen: ungewöhnliche Phänomene in Todesnähe
Dr. rer. nat. Michael Nahm, Biologe, Mitglied der Society for Psychical Research

Vom Umgang mit rätselhaften Phänomenen
Prof. Dr. phil. Godehard Brüntrup SJ, Professur für Metaphysik, Philosophie der Sprache und des Geistes, Hochschule für Philosophie München

16 Uhr
Pause

16:45 Uhr
Panel 2
Geist und Gehirn: Die Aktuelle Debatte

Eine Einführung
Dr. theol. Denis Schmelter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie, Institut für Katholische Theologie, Technische Universität Dresden

Was wir vom Bewusstsein (nicht) wissen: Zwei Standpunkte
Prof. Dr. phil. Ansgar Beckermann, Abteilung Philosophie, Fakultät für Geisteswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld

Prof. Dr. phil. Godehard Brüntrup SJ, Professur für Metaphysik, Philosophie der Sprache und des Geistes, Hochschule für Philosophie München

danach Diskussion der beiden Positionen, auf dem Podium und anschließend mit den Besuchern

19 Uhr
Tagungsausklang mit Abendessen
(Selbstzahler, Anmeldung erforderlich)

Anmeldung

Um verbindliche Anmeldung wird bis zum 20. Februar 2015 gebeten unter:

veranstaltungen@dhmd.de
Tel.: 0351 4846 311

Tagungsbeitrag

15,00 € | ermäßigt 12,00 €

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