Gehirndoping: Mit Tabletten zur Eins?

Knappe Abgabetermine, Klausurenmarathons, steigender Zeit- und Leistungsdruck: Immer öfter greifen Menschen zu Medikamenten wie Ritalin, um ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern oder einfach nur wach zu bleiben. In Deutschland betreiben laut einer aktuellen HIS-Studie schon rund 5 Prozent der Studierenden „Gehirndoping“, in den USA sogar 20 Prozent.

In vielen Bereichen können Medikamente heute die Leistung eines Menschen steigern – ob es um Doping beim Sport oder Mittel zur Potenzsteigerung geht. Die Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit, auch bekannt als „Cognitive Enhancement“, scheint der logische nächste Schritt zu sein. Doch wie wirksam sind die benutzten Medikamente? Welche Risiken und Nebenwirkungen haben sie? Und welche individuellen, gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen hätte ihr breiter Einsatz?

Diesen Fragen widmet sich die Podiumsdiskussion „Cognitive Enhancement – ein Tabu?“ an der Hochschule München. Die Diskussion wird geleitet von Prof. Dr. Alfred Nischwitz, Fakultät für Informatik und Mathematik der Hochschule München. Podiumsgäste sind:

– Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Chefarzt am Klinikum München-Ost, Leiter des Kom-petenzzentrums Sucht
– Prof. Dr. Thomas Metzinger, Leiter des Arbeitsbereichs Theoretische Philosophie und der Forschungsstelle Neuroethik Philosophisches Seminar, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz;
– Prof. Dr. Pater Stefan Oster, Institut für systematische Theologie, Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern;
– Dipl. Soz.-Päd. Winfried Gössl, Suchttherapeut, Institut für Persönlichkeitsentwick-lung Weilheim.

Zeit: 23. April 2012, 17.00 – 19.30 Uhr
Ort: Hochschule München, Strascheg-Hörsaal (R 1.049), Lothstraße 64, 80335 München
Weitere Informationen: Anika Heinlein, Tel. 089 / 1265-1465, familie@hm.edu

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