Gefahrenzonen im Web sicher erkennen

(djd). Gut drei Viertel aller Bundesbürger nutzen das Internet. Sie kaufen im Web ein, kommunizieren auf Facebook oder erledigen ihre Bankgeschäfte online. Ein Dauerbrenner ist das Thema Sicherheit. Um unerwünschte Zugriffe abzuwehren, setzen die meisten User auf Virenschutzprogramme. Aber woran kann man einen guten Virenschutz erkennen? Olaf Pursche ist Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion der Zeitschrift „Computer Bild“. Er sagt: „Generell gilt: Besser eine Virenschutz-Software als gar keine. Noch besser schützt eine sogenannte Internet-Security-Suite mit Firewall und weiteren Modulen.“ Die Programme müssten sich aber, so Pursche, ständig selbst per Internet aktualisieren. Über die Programme selbst könne man sich etwa in den Tests einschlägiger Fachzeitschriften informieren.

Vorsicht vor Spyware und Daten-Phishing

Thomas Gerschütz, Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, warnt vor Spyware: „Sie kundschaftet die Daten auf einem PC aus und versendet sie – entweder an denjenigen, der die Spyware erdacht hat, oder an andere Adressaten.“ Die Daten könnten nicht nur für zielgerichtete Werbung, sondern auch für illegale Handlungen genutzt werden. Schutz bieten, so Gerschütz, die üblichen Schutzsysteme, die auch bei anderen Schadprogrammen eingesetzt werden.

Aber auch das Daten-Phishing birgt hohe Risiken für Internetnutzer. Olaf Pursche: „Die Opfer werden meist per Mail oder Kurznachricht auf gefälschte Webseiten gelockt.“ Am besten ignoriere man solche Locknachrichten komplett. Denn gerade Banken würden keine Mails verschicken, die zur Eingabe von Nutzerdaten auffordern.

Achtung bei sensiblen Daten

Thomas Gerschütz rät auch beim Abschluss eines sensiblen Vertrags mit einer Versicherung oder einer Bank zur Vorsicht: „Auch wenn man dem Anbieter vertraut, sollte man darauf achten, dass es zum Beispiel keine technischen Schwachstellen gibt. So sollte die Verbindung zur Website des Anbieters verschlüsselt sein.“ Zudem sollte geprüft werden, wie der Anbieter mit den Angaben zu Gesundheit oder Einkommen umgeht.

Scroll to Top