Gefäßforschung wird weiter gefördert

FRANKFURT. Einer der Schlüssel zu gesunden Blutgefäßen ist die Zellschicht, die sie im Inneren auskleidet. Diese sogenannten Endothelzellen stehen im Zentrum des seit 2010 geförderten Sonderforschungsbereichs (SFB) „Endotheliale Signaltransduktion und Vaskuläre Reparatur“ an der Goethe-Universität. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert die Förderung des SFBs um weitere vier Jahre.

Die Forscher unter der Leitung von Prof. Ingrid Fleming vom Institute for Vascular Signalling untersuchen einerseits die von Endothelzellen produzieren Signalmoleküle. Diese tragen dazu bei, den Blutdruck zu regulieren, verhindern Entzündungen und die Bildung von Ablagerungen, steuern aber auch das Wachstum der Blutgefäße. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, kommt es zu krankhaften Veränderungen wie Atherosklerose oder Herzinsuffizienz. Weil auffällig viele Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusätzlich an Diabetes und Übergewicht leiden, interessieren sich die Forscher außerdem dafür, wie die Funktion der Endothelzellen mit dem Stoffwechsel zusammenhängt.

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt sind körpereigene Schutzmechanismen, die ein gesundes Gefäßsystem aufrechterhalten oder fehlerhafte Prozesse in den Blutgefäßen korrigieren. Darüber ist bisher noch wenig bekannt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem therapeutischen Potential von Knochenmarks-Stammzellen und der Frage, wie diese Zellen das Gefäßsystem schützen und welchen Einfluss Risikofaktoren auf die Funktion dieser Zellen haben.

Informationen: Prof. Dr. Ingrid Fleming, Institute for Vascular Signalling, Campus Niederrad, Tel.: (069) 6301-6972; -6052, SFB834@vrc.uni-frankfurt.de.

Artikel im Forschungsmagazin Forschung Frankfurt:
http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/39950453/2012

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