Gefäßforschung durch Nachwuchsförderung gestärkt

Die Medizinische Fakultät erhält für das Programm mit dem Namen PRIME (Clinician Scientist PRogram In Vascular MEdicine) ca. 3 Millionen Euro für fünf Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (80%) und aus Mitteln der Fakultät (20%).

Gefäßerkrankungen sind sehr häufig die Ursache von Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfall. Um diesen Erkrankungen frühzeitig vorzubeugen, müssen die Mechanismen von Gefäßveränderungen noch besser verstanden werden. Vaskuläre Medizin und die Überführung neuer Erkenntnisse in die klinische Anwendung sind daher ein zentraler Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät der LMU und des DZHK.

„Um der Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen auf den Grund zu gehen und neue Therapieansätze zu entwickeln, brauchen wir Medizinerinnen und Mediziner, die Forschung mit klinischer Praxis verbinden“, sagt der Initiator von PRIME Prof. Steffen Massberg, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I und Wissenschaftler am DZHK. Die Ökonomisierung der Medizin lasse dafür aber immer weniger Zeit.

Im Rahmen von PRIME erhalten die Nachwuchsmediziner während ihrer Facharztausbildung verteilt über einen Zeitraum von 3 Jahren 18 Monate geschützte Forschungszeit. In dieser Zeit sind sie von der Krankenversorgung freigestellt. Sie können sich dann intensiv mit experimenteller Forschung im Labor oder auch mit klinischer Forschung befassen. Während der Förderdauer absolvieren die Teilnehmer außerdem ein Qualifizierungsprogramm und erhalten intensives Mentoring.

Bewerben können sich junge Ärztinnen und Ärzte aller Kliniken und Institute des Klinikums der LMU München, wenn sie an einem vaskulären Thema forschen möchten. Bewerbungsschluss ist der 23. Januar 2019.

Scroll to Top