Gebirge ohne Berge: Entspanntes Radwandern im Hunsrück

Mit dem Rad durchs Gebirge? Das muss längst nicht heißen, dass man sich schnaufend die Berge hinaufquält. Das weit verzweigte Radwegenetze der Region Saar-Obermosel macht es möglich, auf komplett flachen Routen Landschaft und Städtchen des Hunsrück mit dem Rad zu entdecken. Ein Gläschen Vino ist in der berühmten Weingegend auch erlaubt.

Landschaften wie aus dem Bilderbuch, romantische Städte, ein mildes Klima und hervorragende Weine: Nicht umsonst ist die Urlaubsregion Saar-Obermosel bei Wanderern und Radfahrern beliebt. Hier lässt sich ein Aktivurlaub perfekt mit Kultur und Kulinarik verbinden. Das abwechslungsreiche Radwegenetz mit den bekannten Fernradwegen „Mosel“, „Saar“ und „SaarLorLux“, der Hunsrück Radweg, die bis ins benachbarte Frankreich oder Luxemburg führen, ist wie geschaffen für Tages- und Mehrtagestouren.

Entlang der Saar: Radtouren mit Auszeichnung

Idealer Ausgangspunkt für Radwanderungen in das reizvolle Saarburger Land, ist die Stadt Konz. Nur acht Kilometer von Trier entfernt, am Zusammenfluss von Saar und Mosel, liegt die einstige Sommerresidenz des römischen Kaisers Valentinian. Von hier aus führt der Saar-Radweg, von dem man auf den Hunsrück Radweg wechseln kann und der als erste grenzüberschreitende Fernroute vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) mit vier Sternen ausgezeichnet wurde, auf rund 110 Kilometern Länge bis ins französische Saargemünd.

Unterwegs können sich Radfahrer auf eine herrliche Landschaft mit ausgedehnten Wäldern, Naturschutzgebieten, bizarren Felsformationen und sonnenbeschienenen Weinbergen freuen. Der Vorteil dieser Route: Der Radweg ist völlig eben und hält zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereit. So sollten Radwanderer unbedingt etwas Zeit einplanen, um die schmucke Stadt Saarburg mit ihren Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen, die Saarschleife in Mettlach, das Unesco-Welterbe Völklinger-Hütte oder Saarbrücken mit seinen barocken Bauten zu erkunden. Ein besonderes und nicht alltägliches Naturschauspiel ist der tosende Wasserfall mitten im Stadtzentrum Saarburgs. 20 Meter tief stürzen die Wassermassen des Leuckbachs über Felsarkaden in die Tiefe und treiben im Talkessel die Mühlräder der Hackenberger Mühle an.

Quer über den Hunsrück Radweg radeln

Erst 2011 wurde der Hunsrück Radweg eröffnet, der das Saartal mit dem Rheintal verbindet. Damit haben Radwanderer die einmalige Gelegenheit von Saarburg aus quer über den Hunsrück bis nach Bacharach am Rhein zu radeln. 155 abwechslungsreiche Radkilometer von West nach Ost liegen dazwischen. Wer die ganze Strecke des Hunsrück Radwegs zurücklegen will – empfohlen werden vier Tagesetappen – sollte schon etwas geübt sein. Denn dabei gilt es die steilen Anstiege aus dem Saar- und Rheintal zu überwinden. Wer es lieber gemütlich angehen will, entscheidet sich für einzelne Abschnitte.

Moselradweg: Eine Alternative zum Hunsrück Radweg

Eine schöne Alternative zum Hunsrück Radweg ist der Moselradweg, der nicht umsonst zu den Top Ten Radfernwegen in Deutschland gehört. Dort haben Pedalritter die Qual der Wahl. So können sie von Konz aus auf 120 Kilometern Länge entweder den romantischen Flussschleifen bis nach Koblenz folgen oder flussaufwärts bis nach Frankreich radeln und über Brücken oder mit der Fähre einige Abstecher ins benachbarte Luxemburg machen. Dieser Abschnitt fasziniert durch eine Landschaft mit südländischem Flair und gilt als Geheimtipp unter Radfreunden.
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