Gebärmutterhalskrebs – Perspektiven der Krebsprävention

Gebärmutterhalskrebs – Perspektiven der Krebsprävention

10. Februar um 17.00 Uhr
Karl-Arnold-Haus der Wissenschaften
Palmenstraße 16
40217 Düsseldorf

Harald zur Hausen erhielt den Nobelpreis 2008 für seine grundlegenden Arbeiten zur Entstehung des Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs) durch Humane Papillomviren. Seine Forschungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffs, der Frauen vor der gefährlichen Spätfolge einer Infektion mit diesem Erreger, der Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs, schützt. In den 80er Jahren gelang ihm der Nachweis von Humanen Papillomviren (HPV) in Tumorzellen des Gebärmutterhalskrebses. Mittlerweile stehen Impfstoffe gegen die HPV Typen 16 und 18, die global für etwa 70% dieser Krebserkrankung verantwortlich sind, sowie gegen die Typen 6 und 11, zur Verfügung.

Die Identifikation infektiöser Ursachen von Krebserkrankungen des Menschen ermöglicht heutzutage neue Ansätze in der Krebsprävention. In Verbindung mit der antibiotischen Behandlung chronischer bakterieller Infektionen (die für die Mehrzahl der Magenkrebserkrankungen verantwortlich sind) sowie dem weltweiten Einsatz von Hepatitis B Virus Vakzinen könnten theoretisch jährlich nahezu 16% der global auftretenden Krebserkrankungen vermieden werden. Hier eröffnen sich Perspektiven für weitere umfassende Krebspräventionsmaßnahmen, die Harald zur Hausen im Rahmen des Vortrags erläutern wird.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung unter 0211-617340 oder per Email unter awk@awk.nrw.de wird gebeten.

Zum Referenten:
Harald zur Hausen, geb. am 11. März 1936 in Gelsenkirchen, studierte Medizin an den Universitäten Bonn, Hamburg und Düsseldorf, wo er auch promovierte. Von 1983 bis 2003 war er Vorsitzender und wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstandes des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Er ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise, darunter u.a. der Robert-Koch-Preis, der Paul Ehrlich-Preis, der Warren Alpert-Prize der Universität Harvard sowie der Nobel-Preis für Medizin 2008.
Harald zur Hausen wurden insgesamt sieben Ehrendoktortitel verliehen. Er ist Mitglied vieler Akademien und Forschungseinrichtungen sowie Mitherausgeber zahlreicher Journale. Seit 2009 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

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