Fußprobleme – Welche gibt es und was hilft?

High Heels, Füße

Sie tragen uns durchs Leben und doch gehen wir oft nicht sehr sorgsam mit ihnen um: Unsere Füße machen so einiges mit. Sie stecken in unpassendem Schuhwerk, werden zu wenig bewegt oder falsch belastet. Aber auch die Gene spielen eine Rolle. In der Folge treten schmerzhafte Fußprobleme auf, etwa ein Fersensporn, ein Hallux valgus oder Plattfüße. Sich Gesundheitsschuhe im Fachhandel zu bestellen und regelmäßig Fußgymnastik zu machen sind nur einige von vielen Möglichkeiten, Ihre Füße zu unterstützen. In diesem Beitrag lesen Sie, welche Fußprobleme häufig vorkommen, wie diese entstehen und was Sie dagegen tun können.

Die Ursache kennen: Woher kommen Fußprobleme?

Schmerzende Füße – das kann viele Gründe haben. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Langes Sitzen
  • Falsches Schuhwerk
  • Zu wenig Bewegung
  • Schlecht ausgebildete Muskulatur

Eine weiterer Faktor: Die meisten Menschen erkennen den Handlungsbedarf erst, wenn sie bereits unter Schmerzen leiden. Dabei gibt es viele vorbeugende Maßnahmen. Auch genetische Veranlagungen begünstigen Fußprobleme.

Welche Leiden sollten Sie kennen?

Ihre Füße machen im Laufe des Lebens so einiges mit. Bestimmte Probleme treten häufig auf:

Fußdeformitäten

Mal ist das Längsgewölbe abgeflacht, mal das Quergewölbe. Mal ist eine Fehlstellung angeboren, mal ist sie erworben. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fußdeformitäten, darunter unter anderem die folgenden:

  • Plattfuß
  • Senkfuß
  • Spreizfuß
  • Knickfuß

Diese Verformungen können einzeln oder in Kombination auftreten. Dann sprechen Experten zum Beispiel von einem Klumpfuß. Fußdeformitäten verursachen nicht bei jedem Menschen Beschwerden. Treten allerdings Schmerzen auf, können diese bis in die Beine oder den Rücken ausstrahlen. Eingeschränkte Beweglichkeit, Hornhaut, Druckgeschwüre und X-Beine sind ebenfalls nicht ungewöhnliche Folgen. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • Krankengymnastik
  • Schuheinlagen
  • Barfuß laufen
  • eine Operation

 

Fersensporn

Diese Knochenwucherung am Fersenbein ist auch als Hackensporn oder Kalkaneussporn bekannt. Sie tritt in der Regel in der Nähe der Fußsohle auf. Besonders bei Belastung verursacht der Fersensporn Schmerzen. Diese ist übrigens oft der Grund, warum ein solches Leiden überhaupt entsteht. Denn der Körper versucht, Sehnenansätze durch Kalkeinlagerungen zu stabilisieren. Im Laufe der Zeit entsteht dadurch ein Fersensporn. Was können Sie dagegen unternehmen?

  • Orthopädische Einlagen und Fersenkissen
  • Entlastung des Fersenbeins
  • Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur
  • Entzündungshemmende Medikamente

Operationen sind dagegen eher unüblich und zeigen nicht immer Wirkung.

Hallux valgus

Ein Ballenzeh entsteht häufig durch eine Veranlagung, wird durch einen bestimmten Lebensstil aber noch verstärkt. Frauen mit einem schwachen Bindegewebe leiden häufig daran. Der erste Mittelfußknochen wandert dabei zum inneren Rand des Fußes. Dieser wird im vorderen Bereich breiter, die Fußinnenseite wölbt sich und der große Zeh nähert sich den mittleren an. Schmerzen im Gelenk, Hühneraugen, Hornhaut oder eine Schleimbeutelentzündung können folgen. Hohe oder spitze Schuhe begünstigen die Entstehung eines Hallux valgus. Zehentrenner fördern dieses Fußproblem ebenfalls. Aber was hilft dagegen?

  • Einlagen oder Nachtschienen
  • Stärkung der Muskulatur
  • Barfuß laufen
  • Flache Schuhe mit ausreichend Platz
  • Operative Korrektur der Fehlstellung

 

Was können Sie vorbeugend tun?

Während Blasen in der Regel schnell verheilen und es gegen Nagelpilz oder unschöne Hornhaut einige hilfreiche Mittel in der Apotheke gibt, sind andere Fußprobleme schwieriger zu behandeln. Bei Hallux valgus, Spreizfuß und Co. sollten Sie am besten einen Orthopäden aufsuchen, um mit ihm Handlungsmöglichkeiten zu besprechen. Außerdem können Sie folgendes tun:

Fußübungen

  1. Stärkung der Muskulatur: Zehen einkrallen, spreizen oder gezielt anheben, Hocksprünge machen, auf der Außen- und Innenkante laufen, über eine Slackline gehen
  2. Dehnübungen: verschiedene für Schienbein- und Wadenmuskeln sowie Füße (diese mit den Händen einfach sanft in verschiedene Richtungen drehen)
  3. Fußgymnastik: Fußsohlen mit einem Tennisball massieren, Einbeinstand, Fersenheber oder Greifübungen (z. B.: mit nackten Füßen Gegenstände greifen oder ein Kirschkernkissen kneten)

Richtig zu Fuß unterwegs sein

Wenn Sie Ihre Füße fordern und fördern möchten, sollten Sie vermehrt barfuß laufen. Im Sommer ist das kein Problem. Wird es kälter, können Sie über spezielle Barfußschuhe nachdenken oder zu Hause einfach Socken anziehen. Es gibt bundesweit spezielle Barfußpfade, auf denen Sie die Natur mit Ihren Füßen erfühlen können. So gestalten Sie das Laufen ohne Schuhe spaßig.

Barfuß zu laufen ist natürlich nicht immer möglich. Auf der Straße, am Arbeitsplatz oder beim Sport ist gutes Schuhwerk unerlässlich. In Fachgeschäften – stationär oder online – können Sie sich beraten lassen, welche Modelle sich für Ihre Fußform eignen. Damit beugen Sie Fehlhaltungen, Gelenkfehlstellungen, Muskelverkrampfungen und Schmerzen vor.

 

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