Für jeden Geschmack etwas dabei

(djd). Wer einen Familienurlaub plant und womöglich auch noch die Großeltern mit ins Boot nehmen möchte, hat oftmals ein kleines Problem: Wie bekommt man die unterschiedlichen Ansprüche an die Freizeitgestaltung nur unter einen Hut? Die Jugend will sich möglicherweise auf dem Lande oder auf dem Wasser mal so richtig „auspowern“, die ältere Generation möchte es in den Ferien dagegen lieber gemächlich angehen lassen und eine schöne Landschaft genießen. Im Oldenburger Münsterland, der idyllischen Region im Nordwesten Niedersachsens, kommen alle Geschmäcker auf ihre Kosten. Hier gibt es authentische Einblicke in eine noch ursprüngliche ländliche Lebensart – und in den Erholungsgebieten und in den kleinen Orten und schmucken Städten Freizeitangebote jeglicher Couleur.

Rad fahren, wandern und klettern an der Thülsfelder Talsperre

Ein besonders beliebtes Erholungsgebiet im Oldenburger Münsterland ist rund um die Thülsfelder Talsperre im Landkreis Cloppenburg entstanden. Der Stausee selbst ist etwa 170 Hektar groß und kann in etwa zwei Stunden gemütlich umradelt werden. Der See besitzt ausgedehnte Flachwasserzonen, die ein wertvoller Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind. An den Ufern und in den weiten Heideflächen, Wehsanddünen und Wäldern haben eine artenreiche Flora und Fauna ihre Heimat gefunden. Ein Lehrpfad mit 19 Stationen führt über einen zehn Kilometer langen Rundwanderweg um die Talsperre.

Direkt an der Thülsfelder Talsperre und neben dem Tier- und Freizeitpark Thüle befindet sich der Kletterwald Nord. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern können Abenteuerlustige neun Parcours in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen mit insgesamt 110 Kletterelementen wie Netzbrücken, Bohlen, Schaukeln, Seilbahnen, Surfbrettern und Tarzan-Sprüngen in einer Höhe von ein bis 15 Metern erobern. Auch das Erholungsgebiet Barßel-Saterland in der Nordspitze der Region mit seinem malerischen Hafen und Bootsanlegern ist einen Abstecher wert. Am besten kann man es mit Paddel und Pedal entdecken. Auf unzähligen Wasserläufen und Kanälen entdeckt man eine Fehnlandschaft mit ihren typischen Klappbrücken, Schleusen und Mühlen.

Mit dem Kanu durch das malerische Hasetal

Mit dem Kanu oder auf dem Floß lässt sich auch das Erholungsgebiet Hasetal erobern, eines von Norddeutschlands beliebtesten Flusstälern. Die Hase mit ihrer Gesamtlänge von etwa 170 Kilometern ist das längste und bedeutendste Nebengewässer der Ems und durchfließt auf ihrem Weg von der Quelle im Teutoburger Wald bis zur Mündung in Meppen viele interessante Landschaften, unter anderem das Oldenburger Münsterland. Mit dem Kanu ist die Hase über 110 Kilometer weit zu befahren. Der Hasetal-Radwanderweg führt parallel zum Fluss durch das malerische Gebiet.

Der Dümmer See – ein Eldorado für Wassersportler

Das wasserreiche Pendant zur Thülsfelder Talsperre ist im Süden des Oldenburger Münsterlands der Dümmer See. Hier findet man Freizeitangebote für jeden Geschmack. Wassersportler – von Seglern bis Surfern – fühlen sich ebenso wohl wie Gäste, die vom Olgahafen in Dümmerlohausen aus gemütlich mit den Ausflugsseglern „Europa“ oder „Oldenburg“ in See stechen wollen. Die Schifffahrt hat im Übrigen im Oldenburger Münsterland eine lange Tradition, obwohl die Region mitten im Binnenland liegt: Im Reiterdorf Mühlen sorgte vor etwa 180 Jahren eine Schule für Nautischen Unterricht für einiges Aufsehen. Heute führt ein „Schulmeister“ durch die kleine, restaurierte Schule mit ihren vielen spannenden Exponaten.

Nicht nur der Südkreis Vechta, sondern auch die Ausflugsregion Nordkreis Vechta ist einen Abstecher wert. Ausgedehnte Wald- und Moorgebiete bilden einen reizvollen Kontrast beispielsweise zur quirligen Kreis- und Universitätsstadt Vechta. Auch in Lohne und Dinklage gibt es vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Mittelalterliche Mühlenteiche und Wassermühlen etwa auf dem Gebiet der Gemeinde Visbek charakterisieren außerdem das Landschaftsbild.

Sternfahrten und Rundtouren durch die Region

Vielleicht am intensivsten kann man die Region Oldenburger Münsterland auf dem Drahtesel entdecken. Ein rund 2.500 Kilometer langes Radwegeleitsystem führt zu den stillen Naturschauplätzen der Region und hinein in das gesellige Treiben der Städte und Gemeinden. Familien mit Kindern werden ein festes Quartier – sei es eine Ferienwohnung oder ein uriger Bauernhof – bevorzugen, von wo aus sie per Sternfahrt die reizvolle Umgebung in überschaubaren Tagesetappen entdecken können. Erwachsene – sei es als Paar oder Gruppe – können sich dagegen Rundfahrten durch die Region mit wechselnden Quartieren vornehmen.

Besonders beliebt ist beispielsweise die sogenannte Boxenstopp-Route: Auf einer 300 Kilometer langen Rundfahrt geht es an sieben Tagen durch die ganze Region – vorbei an sanften Hügeln, Seen, Flüssen und einer einzigartigen Moor- und Geestlandschaft. Start ist in Cloppenburg, die Tagesetappen quer durch die Region sind mit 40 bis 60 Kilometern gut zu bewältigen. Die Boxenstopp-Tour gibt es auch als dreitägige Schnuppervariante. Da die Region außergewöhnlich flach und der Wind im Gegensatz zu den norddeutschen Küstenregionen eher ein laues Lüftchen ist, kommen hier nicht nur Aktive, sondern auch Genussradler auf ihre Kosten. Sie können sich gemütlich auf ihrem Drahtesel durch die reizvolle Landschaft bewegen. Auf Wunsch kann das Fahrrad auch gegen ein E-Bike getauscht werden, das durch einen kleinen Motor für den nötigen Vorwärtsschub sorgt – ein Gefühl wie Rückenwind.

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