Für Erfolge im Kampf gegen Netzhauterkrankungen: Forschungspreis für Regensburger Molekularbiologin

Die Regensburger Forscherin erhielt die Auszeichnung aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten zu den Ursachen der Retinitis Pigmentosa. In Deutschland leiden etwa 40.000 Menschen an dieser Netzhauterkrankung, die zu einer langsamen, aber fortschreitenden Einschränkung des Gesichtsfeldes bis hin zur Erblindung führen kann. Die Arbeiten von Frau Stöhr haben maßgeblich dazu beigetragen, unser Wissen über die genetischen Mechanismen dieser Erkrankung zu erweitern.

Stöhr hat an der Universität Würzburg mit einer Arbeit zur Genetik des Morbus Best, einer juvenilen Makuladystrophie, mit summa cum laude promoviert. Nach einem – durch ein Stipendium der Alexander von Humboldt Stiftung geförderten – Forschungsaufenthalts in Kanada war sie mehrere Jahre Koordinatorin eines Teilprojekts des Deutschen Humangenomprojekts. Derzeit leitet sie eine Arbeitsgruppe am Regensburger Institut für Humangenetik und ist an der diagnostischen Aufklärung genetischer Ursachen für Augenerkrankungen und familiäre Tumorleiden beteiligt. Ihr wissenschaftliches Werk umfasst vierzig Arbeiten in hochrangigen Journalen und Fachzeitschriften sowie zahlreiche Wissenschaftspreise.

Weitere Information zu Pro Retina Deutschland e. V.:
Die Pro Retina Deutschland e. V. ist die Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Netzhautdegenerationen. Die 1977 als Deutsche Retinitis Pigmentosa Vereinigung gegründete Organisation vertritt heute die Interessen von mehr als 6.200 sehbehinderten Menschen, die an Netzhautdegenerationen wie der Retinitis Pigmentosa, der Altersabhängigen Makuladegeneration oder dem Usher-Syndrom erkrankt sind (http://www.pro-retina.de/).

Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
PD Dr. Heidi Stöhr
Universität Regensburg
Institut für Humangenetik
Tel.: 0941 944-5424
Heidi.Stoehr@klinik.uni-regensburg.de

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