Friedrich WEWALKA-Gedächtnispreis 2010

Patienten mit Typ 2 Diabetes haben häufig eine stark erhöhte Fettspeicherung in der Leber (Steatose) die mit einer Beeinträchtigung der Insulinwirkung in Muskel und Leber einher geht und einen unabhängigen Risikofaktor für Herzgefäßerkrankungen darstellt.
Die Kraftwerke der Zelle (Mitochondrien) sind verantwortlich für die Verbrennung von Nahrungsstoffen und für die Bereitstellung von schnell verfügbarer Energie für die Körperzellen. Bei Patienten mit Typ 2 Diabetes findet sich häufig eine Störung der Mitochondrien in der Muskulatur.
In der Arbeit, die noch in Wien in der Arbeitsgruppe von Prof. Roden durchgeführt wurde, konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Typ 2 Diabetes auch in der Leber und noch vor der Entwicklung einer Steatose, eine Störung der Funktion der Mitochondrien aufweisen. Das Ausmaß dieser Beeinträchtigung steht in engem Zusammenhang mit einer reduzierten Wirkung von Insulin auf die Leber.
Die Preisträgerin folgert aus ihren Forschungsergebnissen, dass die Störung des Energiestoffwechsel und der Insulinwirkung in der Leber der Entwicklung einer Fettlebererkrankung vorausgeht.

Der Preis wird ausgelobt von der Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie für Arbeiten junger österreichischer Wissenschaftler/innen auf dem Gebiete der Gastroenterologie und Hepatologie. Die Höhe des Preises beträgt € 4.000,-. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 43. Jahrestagung der ÖGGH in Ried im Innkreis.

Kontakt: Prof. Dr. Michael Roden, Deutsches Diabetes Zentrum, Tel.: 0211 / 3382-200
Dr. Klaus Wiefels, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DDZ, 0211 / 3382-308, klaus.wiefels@ddz.uni-duesseldorf.de
(idw, 07/2010)

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