Friedrich-Loeffler-Institut forscht international hervorragend – Wissenschaftsrat legt Bericht vor

„Das Beurteilungsergebnis zeigt, dass wir mit den Entwicklungen der letzten Jahre auf dem richtigen Weg und für die Zukunft gut aufgestellt sind.“, sagte der Präsident des FLI, Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter. Seine Beratungs-, Forschungs- und Dienstleistungsaufgaben erfülle das FLI ausgezeichnet und könne dafür sehr gute Voraussetzungen aufweisen. So sei das Verhältnis zum Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vertrauensvoll und durch einen großen Gestaltungsspielraum seitens des Ministeriums geprägt. Zudem arbeiteten sehr kompetente, hoch motivierte und engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am FLI. Als außergewöhnlich gut beurteilte der Wissenschaftsrat die Ausstattung und Infrastruktur. Verbesserungsmöglichkeiten sieht er in der weiteren einrichtungsinternen Vernetzung und beim Frauenanteil in leitenden wissenschaftlichen Positionen. Die Kooperation mit verschiedenen Universitäten könne durch Kooperationsverträge noch verstärkt werden. Für die geplante Zusammenlegung der drei niedersächsischen Fachinstitute (Institut für Nutztiergenetik/Mariensee, Institut für Tierernährung/Braunschweig, Institut für Tierschutz und Tierhaltung/Celle) am Standort Mecklenhorst/Mariensee empfiehlt der Wissenschaftsrat dem FLI ein Konzept auszuarbeiten, dass die Kompetenzen der nutztierwissenschaftlichen Institute sinnvoll bündelt. Neue Fachgebiete und Methoden sollten hierbei ebenso berücksichtigt werden wie die Abstimmung mit dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf, das auf ähnlichem Gebiet arbeitet.

Die Begutachtung des FLI erfolgte im Rahmen der Evaluierung der Ressortforschungseinrichtungen des BMELV, die in relativ großen zeitlichen Abständen erfolgt. Im Jahr 2004 wurde das FLI letztmalig evaluiert. In diesem Jahr steht noch die Begutachtung des Max Rubner-Instituts, Bundesforschungs-institut für Ernährung und Lebensmittel, an.

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung sowie die Regierungen der Bundesländer bezüglich der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Träger des Wissenschaftsrates sind die Bundesregierung und die Regierungen der sechzehn Länder. Die Mitglieder des Wissenschaftsrates sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen, Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie Vertreter von Bund und Ländern.

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