Friedrich-Loeffler-Institut erhält zweites Referenzzentrum der Welternährungsorganisation FAO

In ihrem Ernennungsschreiben hebt die FAO die bisherige erfolgreiche Kooperation mit dem FLI bei der Erforschung und Kontrolle von Tierseuchen, insbesondere bei der Überwachung und Bekämpfung der Klassischen Schweinepest in Europa, hervor. Als Referenzzentrum führt das FLI bei Ausbrüchen dieser Tierseuche bei Bedarf Laboruntersuchungen für die FAO und deren Mitglieder durch und erstellt auf Anfrage Pläne zu deren Überwachung und Kontrolle. Außerdem unterstützt es das Netzwerk von FAO-Laboratorien für virusbedingte Schweinekrankheiten.

Die Referenzzentren werden von der FAO Generaldirektion ernannt und arbeiten unabhängig. Eine finanzielle Unterstützung erhalten die Zentren nicht. Die Laufzeit von vier Jahren kann nach positiver Bewertung durch die FAO verlängert werden.

Da ein Ausbruch erhebliche Handelseinschränkungen und entsprechende wirtschaftliche Verluste nach sich ziehen kann, gehört die Klassische Schweinepest nach wie vor zu den weltweit bedeutendsten Tierseuchen. Am FLI stellt sie daher seit Jahrzehnten einen Schwerpunkt der Forschungsarbeiten dar. Das Institut trug durch die Entwicklung zuverlässiger Bekämpfungsstrategien, darunter auch Impfstoffe und Impfprogramme bei Wildschweinen, wesentlich zur Tilgung der Klassischen Schweinepest in Deutschland bei.

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