Friedichs: „Konzepte für die Versorgung der Bevölkerung entwickeln“

Rückblickend nannte Anne Friedrichs einige Meilensteine des Jahres 2012. Im Mai 2012 hatte die hsg laut Friedrichs dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium einen ersten Zwischenbericht zur Evaluation übergeben, der nach den Richtlinien des Bundesgesundheitsministeriums vorzulegen ist. Im Wintersemester 2012/2013 hatte die Hochschule ihren dritten Studienjahrgang aufgenommen, und im September 2012 wurde auf dem Gesundheitscampus (GC) Nordrhein-Westfalen der Grundstein für den Neubau der hsg gelegt.

„Derzeit bereiten wir uns auf den Start der ersten staatlichen Prüfungen unserer Studierenden im Sommersemester 2013 vor. Wir verstehen das als Feuerprobe für unsere Modellstudiengänge, die wir selbstständig entwickelt haben – ohne dafür Vorbilder zu haben. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Studierende den Anforderungen entsprechen werden“, erklärte Friedrichs.

hsg-Präsidentin Friedrichs betonte in ihrer Rede vor den Gästen aus der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Ministerien sowie von der Stadt Bochum, der Industrie- und Handelskammer und vor den hsg-Kooperationspartnern, Mitgliedern der Gesellschaft der Freunde der hsg, Förderern sowie hsg-Beschäftigten, dass die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis weiter vertieft und die Interprofessionalität in der hsg weiter gestärkt werden solle. „Wenn das gelingt, sind wir auf einem guten Weg. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen“, so Friedrichs, die sich außerdem ausdrücklich bei den Gästen und den Beschäftigten der hsg, die „am Erfolg der Hochschule interessiert sind und daran mitwirken“, für ihr Engagement bedankte.

Im Jahr 2013 wird Richtfest am Neubau der hsg auf dem GC gefeiert und im Jahr 2014 der Umzug stattfinden. Friedrichs: „Dann können wir auch eine größere Studierendenzahl aufnehmen. Im ersten Ausbau planen wir mit 1.300 Studierenden auf dem Gesundheitscampus. Bis dahin benötigen wir nicht nur mehr Personal, sondern wollen auch die Hochschule weiterentwickeln, um sie auf die Anforderungen des Gesundheitssystems der nächsten zwanzig Jahre anzupassen. Wir haben im vergangenen Jahr strategische Überlegungen angestellt und wollen nun ein Paket an Maßnahmen schnüren, um diese Veränderungen vorzubereiten.“

Die Hochschule plant derzeit weitere Studiengänge. Zwei inhaltliche Richtungen führte Friedrichs aus, die aktuell an der hsg diskutiert werden. „Dabei geht es um neue Möglichkeiten der quartiersnahen Versorgung der Bevölkerung und um die Einbeziehung des technischen Fortschritts in die Versorgung von Menschen“, sagte die Präsidentin und setzte hinzu, dass „Konzepte entwickelt werden sollen, die den Menschen mehr Selbstbestimmung geben und ihnen ermöglichen, selbstständig und eigenverantwortlich zu ihrer eigenen Versorgung beizutragen“.

Nach der Neujahrsansprache konnten sich die Gäste über den hsg-Neubau sowie über Projekte der hsg informieren oder an einer Führung durch die hsg teilnehmen.

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