Freistellungs-Stipendien der Deutschen Leberstiftung für hepatologische Studien vergeben

Besonders die klinische Forschung ist für die Verbesserung der Patienten-Versorgung wichtig. Daher fördert die Deutsche Leberstiftung diesen Bereich schon seit einigen Jahren durch das Freistellungs-Stipendium. Diese Stipendien können eingesetzt werden, um eine Freistellung von Ärzten für die Projekt- bzw. Studienplanung zu finanzieren. Die Stipendien umfassen die Übernahme von Personalkosten eines Arztes für bis zu drei Monate (bis 20.000,- Euro). Pro Jahr können maximal zwei Freistellungs-Stipendiaten unterstützt werden.

Um die Freistellungs-Stipendien haben sich zahlreiche Ärzte mit interessanten klinischen Studien und Projekten beworben. Die Prüfung und Begutachtung der Anträge erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee, dessen Mitglieder Prof. Dr. Eva Herrmann, Frankfurt, Prof. Dr. Frank Lammert, Homburg/Saar, und Prof. Dr. Christoph Schramm, Hamburg, waren. Die Gutachter beschlossen einstimmig die Förderung für zwei Stipendiaten mit ihren Projekten.

Dr. Karim Hamesch vom Universitätsklinikum Aachen plant in seinem Projekt eine „Multizentrische und prospektive Untersuchung der Leberbeteiligung beim Alpha-1-Antitrypsin-Mangel“.

Dr. Marcin Krawczyk vom Universitätsklinikum des Saarlandes befasst sich in seiner Freistellung mit dem Projekt „Analysis of an extensive cohort of European autoimmune hepatitis patients: moving from phenotype to genotype.”

Prof. Dr. Frank Lammert, einer der Gutachter für die Vergabe der Stipendien, erläutert die Auswahl: „Bisher wurde der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel in Deutschland nur in sehr begrenztem Umfang erforscht. Das bei der Deutschen Leberstiftung eingereichte Projekt widmet sich nun der genauen Charakteristik dieser seltenen Erkrankung. Daher haben wir uns dafür entschieden, das Projekt zu fördern. Auch die zweite klinische Untersuchung befasst sich mit einer seltenen Erkrankung, der Autoimmunhepatitis. Hier sollen genetische Aspekte der Erkrankung in einem interdisziplinären europäischen Team präzise untersucht werden.“

Mit den beiden Freistellungs-Stipendien schafft die Deutsche Leberstiftung damit eine Förderung von Projekten zu Erkrankungen, für die klinische Daten enorm wichtig, aber nicht vorhanden sind.

Die mit einer Freistellung geförderten Stipendiaten wurden am 22. Januar 2017 im Rahmen der 33. Jahrestagung der GASL (German Association for the Study of the Liver) in Essen bekannt gegeben. Die Stipendiaten erhielten ihre Urkunden von Prof. Dr. Guido Gerken, Tagungspräsident und Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorsitzender des Vorstandes.

Die Freistellungs-Stipendien zur Förderung von klinischen Studien und Projekten werden auch für das Jahr 2018 ausgeschrieben. Bei Fragen zur Antragstellung steht die Geschäftsstelle der Deutschen Leberstiftung unter der Telefonnummer 0511 – 532 6819 oder per Mail an info@deutsche-leberstiftung.de zur Verfügung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung sehr erfolgreich. Weitere Informationen: .

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