Fraunhofer ITEM schließt die Lücke zwischen präklinischer und klinischer Produktentwicklung

Der Abteilung Pharmazeutische Biotechnologie stehen jetzt neben einer 700-m2-Etage mit Büro- und Besprechungsräumen zusätzlich auf zweieinhalb Etagen insgesamt etwa 2 000 m2 Labor- und Technikumsfläche für Verfahrensentwicklung und -Scale-up zur Verfügung. Auf 600 m2 Reinraumfläche können die Biotechnologen Pilotchargen von biopharmazeutischen Wirkstoffen mit Mikroorganismen und tierischen Zellen GMP-gerecht herstellen. Ein Reinraum der Klasse B macht es jetzt auch möglich, Prüfarzneimittel steril in Vials und Ampullen abzufüllen und spezifisch für klinische Studien freizugeben.

»Mit unserer fachlichen Kompetenz und der Technologieplattform schließen wir die Lücke zwischen präklinischer und klinischer Produktentwicklung. Wir sind zuversichtlich, dass unser vervollständigtes Angebot die Medikamentenentwicklung effizienter machen wird und für die Industrie und für öffentliche Forschungseinrichtungen von großem Interesse ist«, sagt der Leiter der Pharmazeutischen Biotechnologie Dr. Holger Ziehr. Gemeinsam mit dem Immunologen Professor Michael Bachmann von der TU Dresden stellte er das jüngste Kooperationsprojekt vor: die Entwicklung einer neuen Zelllinie, die einen neuen pharmakologischen Wirkstoff produzieren soll.

Das biopharmazeutische Know-how und die GMP-Produktionsanlage in Braunschweig sind wesentliche Bausteine der medizinischen Translationsallianz in Niedersachen (TRAIN), dem Pharmaforschungs- und Pharmaentwicklungsschwerpunkt in der Region Hannover/Braunschweig. Die Kompetenzen und Technologien von TRAIN werden Interessenten aus dem öffentlichen Bereich und auch aus der Industrie angeboten.
Gefördert wurde der umfangreiche Um- und Ausbau des Bereichs Pharmazeutische Biotechnologie mit rund 6, 6 Millionen Euro zu gleichen Anteilen von der Fraunhofer-Gesellschaft, dem BMBF und dem Land Niedersachsen.

Pressekontakt: Dr. Cathrin Nastevska, Fraunhofer ITEM, 0511/5350-225

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