Fraunhofer-Institutsleiter aus Dortmund wird E-Health-Repräsentant in Dänemark

Die Organisation »Healthcare Denmark«, deren Patronin die Krinprinzessin ist, arbeitet im Auftrag des Landes Dänemark und privater dänischer Industrieunternehmen an der internationalen Vermarktung dänischer Lösungen für das Gesundheitswesen. Ziel ist es nicht, einzelne Produkte im Ausland zu verkaufen, sondern generell die Innovationskraft der dänischen Gesundheitsbranche gebündelt darzustellen. Um diesen Auftrag noch besser erfüllen zu können, hat Healthcare Denmark nun ein Komitee aus insgesamt zwölf internationalen Repräsentaten aus Großbrittannien, den USA und Deutschland ernannt. Unter ihnen ist auch Professor Jakob Rehof, der seit 2006 das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST leitet.

Das Fraunhofer ISST arbeitet seit Jahren an innovativen IT-Lösungen für das Prozessmanagement im Gesundheitswesen zum Beispiel durch die Einführung Elektronischer Fallakten für einrichtungsübergreifende Behandlungen oder das Projekt »Hospital Engineering« zur Verbesserung klinikinterner Prozesse. Auch eine bessere Einbindung der Patienten durch telemedizinische Lösungen wird erforscht. Rehof, selbst gebürtiger Däne, ist daher ein intimer Kenner sowohl der deutschen als auch der dänischen Gesundheitsbranche, denn sein Institut führt inzwischen in beiden Ländern Forschungsprojekte durch und begleitet Unternehmen und Krankenhäuser in Innovationsprozessen. Unter anderem ist das Fraunhofer ISST wissenschaftlicher Ratgeber bei einem Krankenhausneubauprojekt in Aarhus.

Alle zwölf Repräsentanten, unter denen sich neben Rehof mit Jan Neuhaus (Geschäftsführer des Dezernats IT, Datenaustausch und eHealth bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft) auch ein weiterer früherer Mitarbeiter des Fraunhofer ISST befindet, sind Vordenker in einem speziellen Bereich des Gesundheitswesens. In ihrer neuen Rolle werden sie Lösungen, Systeme, Know-how und Innovationen des dänischen Gesundheitssektors, der als einer der besten und effizientesten der Welt gilt, bekannt machen und ihre internationalen Erfahrungen zurück nach Dänemark spiegeln.

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