Frauen sind anders

(djd). Bei Männern und Frauen verlaufen manche Krankheiten unterschiedlich, und bei manchen sind weibliche Patienten stärker betroffen – so bei Gelenkbeschwerden. Frauen sind dreimal häufiger als Männer von rheumatoider Arthritis betroffen. Der Beginn der Erkrankung liegt meist im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, teils auch schon früher. Auch bei Arthrose, die mit einer Schädigung des Gelenkknorpels einhergeht, nimmt nach der Menopause die Zahl der Betroffenen zu. Diese Beobachtungen lassen vermuten, dass fehlende Geschlechtshormone eine Rolle spielen könnten.

Hormoneller Gelenkschutz fehlt

Möglicherweise trägt auch das Absinken des entzündungshemmenden Progesterons während der Wechseljahre zum häufigeren Auftreten bei. Da Östrogene und Progesteron wichtig für die Beweglichkeit der Gelenke sind, fällt damit ein wichtiger Gelenk- und Knorpelschutz weg. Auch bei Arthritis haben Frauen häufig mit stärkeren Schmerzen und Funktionseinschränkungen als Männer zu kämpfen. Wie Experten berichten, hatten sie in diversen Studien mehr Probleme beim Treppensteigen, konnten nur kürzere Distanzen gehen und wiesen eine deutlich geringere Mobilität auf. Unter http://www.stark-gegen-schmerz.de gibt es weitere Informationen, Tipps und Übungen.

Stufentherapie ratsam

Weitere Gründe für die starke Beeinträchtigung könnten sein, dass Arthritis bei Frauen aggressiver verläuft, dass sie später erkannt und schlechter therapiert wird. Experten wie Professor Dr. med. Andreas de Weerth raten daher zu einer Stufentherapie, bei der die Medikamentengabe an die Beschwerden des Einzelnen angepasst wird. Wirkstoffe, die zugleich die Gelenkentzündung hemmen und den Gelenkschmerz bekämpfen, hätten dabei einen hohen Stellenwert: „Eine interessante Therapie für viele Patienten sind zum Beispiel COX-2 Hemmer, die nicht nur schnell am Gelenk wirken, sondern bei vergleichbarer Wirksamkeit wie herkömmliche nichtsteroidale Entzündungshemmer meist auch für den Magen gut verträglich sind“, so der Hamburger Internist. Um eine Fehlversorgung zu vermeiden, sollte die Behandlung individuelle Unterschiede berücksichtigen.

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