Frauen in Gefahr

(rgz). Ein Schlaganfall kann das Leben drastisch verändern. Jährlich erleiden Schätzungen zufolge rund 270.000 Deutsche das lebensgefährliche Krankheitsereignis, das nach Krebs- und Herzerkrankungen als dritthäufigste Todesursache gilt. Die Zahl der Krankheitsfälle dürfte weiter ansteigen, Experten der WHO sprechen bereits von der kommenden „Epidemie des 21. Jahrhunderts“. Aufgrund ihrer steigenden Lebenserwartung sind künftig zunehmend Frauen gefährdet. Experten schätzen, dass bis 2050 rund 30 Prozent mehr Frauen von der plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn betroffen sein werden, die durch einen Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung verursacht wird.

Risiken beachten

Falsche Ernährung, Rauchen sowie Bewegungsmangel sind dabei die „Hauptfeinde“ des Gehirns, denn sie können zu Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht führen. „Und das sind allesamt Faktoren, die das Risiko eines Schlaganfalls entscheidend erhöhen können“, warnt Dr. Elmar zur Hörst. Risikopatienten verordnet der Allgemeinmediziner aus Nussdorf am Inn zunächst klassisch Cholesterin- und Blutdrucksenker. Darüber hinaus empfiehlt er auch Magnesium-Citrat. „In den vergangenen Jahren sind große Studien veröffentlicht worden, die nahelegen, dass eine zu geringe Zufuhr von Magnesium das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen kann“, berichtet der Mediziner. Andererseits gebe es Hinweise, dass der sogenannte ischämische Schlaganfall, der durch ein Blutgerinnsel verursacht werde, bei einer höheren Magnesiumzufuhr deutlich seltener auftrete.

Lebensstil anpassen

Aus Expertensicht sind täglich 300 Milligramm des Mineralstoffs ausreichend. Als Trinkgranulat (wie zum Beispiel Magnesium-Diasporal 300, Apotheke) könne das Magnesium bequem in einem Glas Wasser aufgelöst werden, so Dr. zur Hörst. Als weitere wichtige Schritte rät der Facharzt zu einer Ernährungsumstellung und regelmäßiger körperlicher Aktivität. Für viele Patienten bedeute dies eine kochsalzreduzierte Ernährung mit maximal sechs Gramm Salz pro Tag. Lockeres, aber regelmäßiges Walken – mit einem Maximalpuls von 120 – sei dreimal in der Woche ratsam.

Scroll to Top