Französisches Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung: Bildgebungssystem EOS, bessere Qualität bei geringerer Strahlung

Sie erhoffen sich dadurch eine Limitierung der in den letzten 20 Jahren um 600% erhöhten Strahlenbelastung bei radiologischen Untersuchungen.

Das EOS Bildgebungssystem wurde von Georges Charpak (Physik-Nobelpreisträger 1992), Prof. Jean Debousset (Mitglied der Medizinischen Akademie und orthopädischer Chirurg), Dr. Gabriel Kalifa (Saint-Vincent-de-Paul-Krankenhaus in Paris) und dem Labor für Biomechanik in Paris (CNRS – ENSAM [2]) entwickelt. Sie sahen sich zwei Herausforderungen gegenüber: einer Reduzierung der Röntgenstrahlenbelastung bei den Untersuchungen und einer 3D-Aufnahme der Deformierung der Wirbelsäule in aufrechter Position, um so die Belastung der Knochen durch das Gewicht und den Druck zu beurteilen und die Auswirkungen einer Gelenkpathologie auf das gesamte Skelett zu analysieren.

Innerhalb von 20 Sekunden werden gleichzeitig 2 digitale Röntgenbilder des ganzen Körpers (von vorn und von der Seite) aufgenommen. Wenige Minuten später erhält man ein 3D-Bild des kompletten Skelettes. Da der Patient bei der Aufnahme steht, kann auch der Einfluss der Gravität auf die Knochenstruktur beobachtet werden. Im Vergleich zur Röntgenaufnahme und zum Scannen zeigt das EOS-System sehr gute Ergebnisse in der Bildauflösung und eine bis zu 10 Mal geringere Strahlendosis gegenüber dem traditionellen Röntgen und sogar bis zu 1.000 Mal geringer als beim Scannen. Dieser Vorteil ist besonders wichtig bei Kindern, die regelmäßig untersucht werden müssen, da ihre Organe viel empfindlicher auf ionisierende Strahlung reagieren als die der Erwachsenen. Vergleichende Analysen der EOS-Bilder mit klassischen Röntgenbildern zeigen bei bestimmten Untersuchungen eine Verringerung der Strahlung um 85% und eine verbesserte Bildqualität.

EOS wurde vom Unternehmen Biospace Med bereits in mehreren Krankenhäusern in Frankreich (u.a. im Universitätsklinikum in Brest und in Bordeaux, im Robert-Debré-Krankenhaus in Paris und im Timone-Krankenhaus in Marseille), in Europa, Kanada und den USA aufgestellt. Zu den häufigsten Anwendungen zählen die Untersuchung vor der Implantation einer Hüftprothese und die Frühdiagnose einer Kniearthritis, Vorstadium einer Prothesenimplantation.

[1] http://www.biospacemed.com/index.php
[2] CNRS: Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung, ENSAM: Hochschule für Ingenieurwissenschaften

Quellen:
– "La France à la pointe de l’innovation radiologique" – Le Point – 31.03.2010 <http://www.lepoint.fr/actualites-sciences-sante/2010-03-31/le-squelette-en-direct-la-france-a-la-pointe-de-l-innovation-radiologique/1055/0/439752>
– "Une révolution dans l’imagerie orthopédique" – Le Figaro – 10.03.2010
<http://www.lefigaro.fr/sciences-technologies/2010/03>/10/01030-20100310ARTFIG00485-une-revolution-dans-l-imagerie-orthopedique-.php
– "EOS : Lumière sur la radiologie douce" – Innovation Canada – 24.09. 2008
<http://www.innovationcanada.ca/fr/articles/eos-shedding-light-on-novel-radiology>
– "EOS : Tout le corps en 3D" – CNRS Zeitschrift – 10.2003
<http://www2.cnrs.fr/presse/journal/827.htm>

Redakteurin: Léna Prochnow, lena.prochnow@diplomatie.gouv.fr

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(idw, 04/2010)

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