Fortschritte in der standardisierten Bewertung von Biomaterialien

Das EU Projekt PANBioRA entwickelt eine Methode zur standardisierten Bewertung von Biomaterialien, um das Risiko des Eingriffs auf verschiedenen Ebenen bewerten zu können. Die modulare Plattform wird die Analyse von Antikörperreaktionen, Zyto- und Gentoxizität, systemische und lokale Auswirkungen auf Gewebe und angrenzendes Gewebe (organ-on-a-chip) ermöglichen. Am Ende des ersten Projektjahres kann auf erste wichtige Ergebnisse für den weiteren Projektverlauf zurückgeblickt werden. So wurde bereits an einem Entwurf des Prototyps des finalen PANBioRA Gerätes gearbeitet und signifikante Fortschritte in der Entwicklung des Zytotoxität-Testmoduls erreicht.

Vom 03.-04. Dezember 2018 trafen sich die PANBioRA Projektpartner, um den aktuellen Projektstatus zu diskutieren sowie Aufgaben und Schritte für die kommenden sechs Monate festzulegen. Das zweitätige Treffen fand an der Epoka University in Tirana, Albanien statt und wurde von einem Besuch des albanischen Fernsehsenders TV KLAN mit einem kurzen Videobeitrag begleitet.

Während der ersten sechs Projektmonate, führte der irische Projektpartner Dolmen mehrere Interviews mit Forschungsinstituten und Krankenhäuser durch, um Anwenderbedürfnisse für das zu entwickelnde PANBioRA System zu identifizieren. Basierend auf diesen Ergebnissen, konnte während des Partnertreffens in Tirana ein erster Prototyp des finalen PANBioRA Gerätes präsentiert werden. Beim Design des Prototypentwurfs wurde insbesondere auf eine einfache und schnelle Bedienbarkeit des Systems wert gelegt. Doch nicht nur in der Designentwicklung konnten wichtige Fortschritte gemacht werden, auch hinsichtlich der Entwicklung von Modulen für Zytotoxizitätstests, mechanische Tests und Immunoprofiling sowie die Integration des Mikrofluidik-Systems konnten erste wichtige Ziele erreicht werden.

Neben verschiedenen Testmodulen, wird im Rahmen des Projektes der “PANBioRA Risikoradar” entwickelt, der eine umfassende Bewertung von Risikomaterialien ermöglichen wird. Aktuell wird eine Umfrage von Steinbeis Advanced Risk Technologies GmbH durchgeführt, um Bedürfnisse und Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung eines „Risk Governance Frameworks“ für Biomaterialien zu identifizieren und zu evaluieren. Experten aus dem Biomaterial Bereich und angrenzenden Feldern, sind herzlich eingeladen ihre Expertise in die Umfrage einzubringen.

Die Steinbeis 2i GmbH ist neben der administrativen und finanziellen Koordination auch für die Kommunikation und Verbreitung der Projektergebnisse sowie der Entwicklung einer Strategie zur Verwertung der Forschungsergebnisse verantwortlich. Während des dritten Konsortialtreffen wurde der zweite Verwertungsworkshop durchgeführt und erste potenziell verwertbare Forschungsergebnisse identifiziert. Bereits nach einem Jahr intensiver Forschung und Arbeit konnten sechs wissenschaftliche Artikel im Rahmen des Projektes veröffentlicht werden. Eine Übersicht der Artikel gibt es auf der Projektwebsite.

Das PANBioRA Konsortium besteht aus elf europäischen Ländern: Steinbeis 2i GmbH (Koordinator), Deutschland, Protip Medical (Wissenschaftlicher Koordinator), Frankreich, Dolmen Design and Innovation Limited, Irland, Biodevice Systems s.r.o Tschechien, Protobios OU, Estland, Elvesys SAS, Frankreich, Steinbeis Advanced Risk Technologies Institute doo Kragujevac, Serbien, Steinbeis R-Tech, deutschland, Commissariat A L’Energie Atomique Et Aux Energies Alternatives, Frankreich, Pro-active, Belgien, Aalto-Korkeakoulusaatio, Finnland, Turgut Ozal Education SHA, Albanien, The University of Nottingham, U.K., Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Spanien, Dublin City University, Irland, Institut National de la Santé et de la Recherche Medicale, Frankreich, Centre Hospitalier Universitaire de Liège, Belgien

PANBioRA wird vom EU-Programm Horizont 2020 (Grant Agreement No 760921) gefördert.

Wissenschaftlicher Koordinator:
Protip Medical SAS, Strasbourg
Dr. Nihal Engin Vrana, Tel.+33 388103063

Administrativer Koordinator:
Steinbeis 2i GmbH
Timo Doll, doll@steinbeis-europa.de, Tel. +49 721 93519141

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Protip Medical SAS, Strasbourg

Dr. Nihal Engin Vrana | | +33 388103063

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