Fortgeschrittener Brustkrebs

Die Diagnose fortgeschrittener Brustkrebs ist eine Schock und viele Patientinnen fragen sich wie es weitergehen soll. Ein erster wichtiger Schritt ist, sich über die fortge­schrit­tene Erkrankung zu informieren, um mit dieser schwierigen Situation umgehen und Ängste meistern zu können. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt. Daher stehen Patientinnen mit fortgeschrittenem/metasta­siertem Brustkrebs heute neben der Operation unterschied­liche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Bro­schüre erläutert her­kömmliche Verfahren wie die Strahlen-, Chemo- oder Antihormon­therapie und informiert auch über neue Thera­pieoptionen, bei denen Krebszellen gezielt vernichtet und gesunde Zellen weitgehend verschont werden.

Wachstumssignale gezielt unterbinden
Bei einer speziellen Form von Brustkrebs befindet sich auf der Tumorzelloberfläche eine erhöhte Anzahl von Bindungsstellen (Rezeptoren) für den Wachstumsfaktor HER2, der die Krebsentwicklung fördert. Hier setzt die neue zielgerichtete Therapie an: Es ist der For­schung gelungen, einen Antikörper zu entwickeln, der den HER2-Rezeptor blockiert und damit die Weiterleitung von Wachstumssignalen verhindert. Gleichzeitig werden die Tumorzellen durch den Antikörper Trastuzumab markiert, so dass sie jetzt von den Fresszellen unseres Immunsystems als „feindlich“ erkannt und zerstört werden kön­nen.

Gefäßneubildung stoppen – den Tumor gezielt aushungern
Ab einer gewissen Größe benötigt eine Krebszelle Sauerstoff und Nähr­stoffe um zu wachsen. Deshalb setzt der Tumor Botenstoffe frei, die den umliegenden Blutgefäßen signalisieren, dass neue benötigt werden. Auf das Signal dieser Gefäß-Wachs­tumsfaktoren verzweigen sich die Blutgefäße und wachsen in Richtung des Tumors. Mit dem künstlich hergestellten Antikörper Bevacizumab werden die Botenstoffe abgefangen und blockiert, bevor sie an die Rezeptoren auf den Gefäß­zellen binden können. Auf diese Weise wird die Bildung von Blutgefäßen für den Tumor verhindert, er wird „ausgehungert“.

Den richtigen Weg finden – Umgang mit der Erkrankung
Bei einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung leidet nicht nur der Körper, sondern auch die Seele. Angst, Verzweiflung und Leere können sich ausbreiten und in eine emotionale Sackgasse führen. Die Broschüre zeigt Wege auf, wie man aus diesen Stimmungslagen wieder herausfinden kann, gibt Tipps für das Gespräch mit den Angehörigen und ermutigt alle Patientinnen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Broschüre „Fortgeschrittener Brustkrebs“ sowie zusätzliches Informationsmaterial zum Thema Krebserkrankungen finden Sie hier  http://www.roche.de/pharma/indikation/onkologie/service/waren.html

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