Fortbildung zur pneumologischen Rehabilitation

Im Rahmen der Reihe RehaUpdate spricht Dr. Udo Kaiser vom Fachbereich Psychosoziale Rehabilitation der Hochgebirgsklinik Davos über Interventionsmöglichkeiten bei psychischer Komorbidität. Rund 20-30 Prozent aller Patienten in pneumologischer Rehabilitation sind von komorbiden psychischen Störungen betroffen; durch Früherkennungen sowie gezielte Intervention wie Patientenschulungen lässt sich der Rehabilitationserfolg signifikant steigern.

Über die Trainingstherapie bei obstruktiven Atemwegserkrankungen informiert Klaus Pleyer vom Fachbereich Physikalische Therapie der Hochgebirgsklinik Davos. Die Trainingstherapie ist mittlerweile fester Bestandteil in allen Therapiekonzepten bei obstruktiven Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma bronchiale. Das körperliche Training führt zur Steigerung der Lebensqualität und Zunahme der Belastbarkeit, wobei eine genaue Überprüfung der individuellen Leistungsfähigkeit des Patienten unabdingbar ist.

Medizinische und soziale Perspektiven der Tabakentwöhnung stehen im Fokus des Vortrags von Dr. Andreas Jähne aus der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Obwohl Rauchen den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktor für Bronchialkarzinome und eine Vielzahl anderer Erkrankungen darstellt und zahlreiche Betroffene den Tabakkonsum beenden möchten, scheitern spontane Rauchstoppversuche häufig. Viele Raucher sind tabakabhängig und benötigen intensive Unterstützung. Ein Krankenhausaufenthalt stellt einen idealen Zeitpunkt für eine solche Raucherentwöhnungstherapie dar, besonders wenn eine Kombination aus biologischen und psychologischen Elementen eingesetzt wird.

Abschließend erläutert Dr. Rolf H. Heitmann aus der Abteilung Pneumologie/Allergologie/Schlafmedizin der MediClin Albert Schweitzer und Baar Klinik Königsfeld die Sozialmedizinische Beurteilung, die einen wesentlichen Bestandteil des Abschlussberichtes jeder medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitationsmaßnahme (MBOR) darstellt. Die qualitative und quantitative Leistungsbeurteilung gibt Aufschluss über das Ausmaß, in dem der Patient erwerbstätig sein kann bzw. Hilfe bei alltagsrelevanten Aktivitäten benötigt.

Termin: 26.04.2013 13:30 – 17:30
Veranstaltungsort: Hörsaal des Instituts für Psychologie, Universität Freiburg, Engelbergstr. 41, 79106 Freiburg

Hinweise zur Teilnahme:
Bitte melden Sie sich online an unter http://www.fr.reha-verbund.de
Teilnahmebeitrag: 20 €
Studierende erhalten freien Eintritt

Die Veranstaltung wird von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 4 Punkten als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Die Fortbildungspunkte der Landesärztekammer für die Veranstaltung RehaUpdate werden je nach Thema auch von der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg und dem Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie (FAVT) anerkannt.

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