Forschungspreis der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft für Prof. Heiner Niemann

In seinen Forschungsprojekten hat Prof. Niemann moderne biotechnologische Verfahren bei der Reproduktion von landwirtschaftlichen Nutztieren entwickelt und dadurch sowohl wesentlich zur Erweiterung der Grundlagenkenntnisse beigetragen als auch neue Nutzungsfelder für landwirtschaftliche Nutztiere erschlossen. Die Verfahren finden auch Anwendung in der Humanmedizin, so arbeitet er beispielsweise im Exzellenzcluster REBIRTH an der Medizinischen Hochschule Hannover. In diesem Forschungsverbund „ Von der regenerativen Biologie zur rekonstruierenden Therapie“ geht es vor allem darum, einen geschädigten Organismus oder einzelne Organe bestmöglich zu unterstützen, sich selbst zu regenerieren.

Prof. Niemann studierte und habilitierte an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und begann seine wissenschaftliche Karriere am Institut für Nutztiergenetik des FLI, früher Institut für Tierzucht der Forschungsanstalt für Landwirtschaft in Mariensee. Seit 2008 ist er Leiter des Instituts für Nutztiergenetik.
Mit Prof. Niemann erhält bereits der zweite Wissenschaftler aus dem FLI den Martin-Lerche-Forschungspreis, im Jahr 2007 ging er an Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas C. Mettenleiter, den Präsidenten des FLI.

Martin-Lerche-Forschungspreis
Der Martin-Lerche-Forschungspreis wird von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft DVG) für wertvolle Forschungsergebnisse in der Veterinärmedizin vergeben. Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Martin Lerche (1892 – 1980) beschäftigte sich vor allem mit zwischen Tier und Mensch übertragbaren Infektionskrankheiten (Zoonosen) und deren Bedeutung für die Lebensmittelhygiene. Er gilt als Begründer der Lebensmittelhygiene als eigenständige Wissenschaft. Außerdem gehört er zu den Gründungsmitgliedern der DVG und war bis 1965 deren Vorsitzender. Die DVG zählt derzeit über 5000 Mitglieder.

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