Forschung und Wasserwirtschaft vernetzen

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) führt im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM) das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet durch. Ziel des bis Ende 2018 laufenden Projekts ist die Vernetzung von Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung. Ein weiteres Anliegen von ReWaMnet ist der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die wasserwirtschaftliche Praxis.

Um neue Ansätze im Bereich Wasserwirtschaft modellhaft zu erforschen, zu erproben und zu etablieren, startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die dreijährige Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“. Die Fördermaßnahme ist breit aufgestellt: In 14 Verbundprojekten mit 97 Teilprojekten engagieren sich 38 Forschungseinrichtungen, 32 Unternehmen sowie 27 Verbände, Behörden und Kommunen. ReWaM ist Teil des Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Förderprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“ des BMBF. Ziel von ReWaM ist es, Wissenslücken zu schließen und neue Werkzeuge für die Wasserwirtschaft bereitzustellen.

Damit Erkenntnisse aus ReWaM in der Praxis ankommen, müssen die Forschungsergebnisse übersetzt und kommuniziert werden. Deshalb hat das BMBF das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet auf den Weg gebracht. Das von der Bundesanstalt für Gewässerkunde geleitete Vorhaben fördert zum einen die Zusammenarbeit der Verbundprojekte untereinander, indem es Fachgespräche zu verbundübergreifenden Themen organisiert und moderiert. Zum anderen werden die Forscher bei der Übertragung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse in die wasserwirtschaftliche Praxis unterstützt. Dazu sollen anwendungsorientierte Lösungen entwickelt und zielgruppengerecht aufbereitet werden. Um den Dialog mit der Bevölkerung anzuregen, präsentiert ReWaMnet die Fördermaßnahme auch in der Öffentlichkeit.

Neben Vernetzung und Transfer leistet die BfG außerdem in drei ReWaM-Verbundprojekten eigene Forschungsbeiträge:

• NiddaMan – Entwicklung eines nachhaltigen Wasserressourcen-Managements am Beispiel des Einzugsgebiets der Nidda; die BfG lenkt das Modul „Stoffliche Belastungen“ und entwickelt ein innovatives Konzept zur Gewässerüberwachung am Beispiel der Nidda
http://www.bafg.de/DE/07_Aktuell/20151012_niddaman.html

• FLUSSHYGIENE – Hygienisch relevante Mikroorganismen und Krankheitserreger in multifunktionalen Gewässern und Wasserkreisläufen – Nachhaltiges Management unterschiedlicher Gewässertypen Deutschlands; die BfG übernimmt die Leitung des Teilprojekts „Prognoseinstrumente“. Ziel der Forscher ist es, ein kurzfristiges Prognose- sowie ein langfristiges Wirkmodell zu erarbeiten und den zuständigen Behörden zur Verfügung zu stellen
http://www.bafg.de/DE/07_Aktuell/20151022_flusshygiene.html

• RESI – River Ecosystem Service Index; die BfG engagiert sich bei der Koordination des Verbundprojekts und stellt wichtige Grundlagendaten aus seiner Makrozoobenthos- sowie der Chemie- und Schwebstoffdatenbank zur Verfügung
http://www.bafg.de/DE/07_Aktuell/20151019_resi.html

Weiterführende Informationen zu ReWaM sind unter folgendem Link abrufbar: http://www.bmbf.nawam-rewam.de/

Weitere fachliche Informationen:
Alexia Krug von Nidda, Fon: 0261/1306 5331, Mail: rewamnet@bafg.de
sowie Dr. Sebastian Kofalk, Fon: 0261/1306 5330, Mail: kofalk@bafg.de
beide: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz

zur Bundesanstalt für Gewässerkunde:
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI). Sie ist das wissenschaftliche Institut des Bundes für wasserbezogene Forschung, Begutachtung und Beratung insbesondere in den Bereichen Hydrologie, Gewässernutzung, Gewässerbeschaffenheit, Ökologie und Gewässerschutz. Die Arbeit der BfG erstreckt sich in erster Linie auf die schiffbaren Flüsse, Kanäle und Küstengewässer (Bundeswasserstraßen), die durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) verwaltet werden. Als Ressortforschungseinrichtung ist die BfG Teil der deutschen Wissenschaftslandschaft.

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