Forschung mit europäischer Förderung

Projektwerkstatt Gesundheit 4.0

Wie können Seniorinnen und Senioren oder kranke Menschen im Alltag durch moderne Technologien unterstützt werden? An dieser Frage arbeitet ein Team des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL in der „Projektwerkstatt Gesundheit 4.0“. Das Forschungsprojekt soll Antworten darauf geben, wie Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger in OWL vom Fortschritt durch moderne Technik und Digitalisierung profitieren können. Die Forscherinnen und Forscher am inIT erstellen zunächst gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und -partnern eine Nutzerstudie, mit der Bedarfe festgestellt und analysiert werden, um in einem späteren Schritt konkrete Technologien für den Einsatz im Seniorenheim zu entwickeln. Die Technologien sollen zunächst im Bielefelder Seniorenzentrum Breipohls Hof zum Einsatz kommen, wo technische Assistenz- und Sicherheitsfunktionen getestet werden. Das Projekt wird getragen von der Hochschule OWL, der Fachhochschule Bielefeld und dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG) und wird mit knapp 550.000 Euro gefördert.
Weitere Informationen: http://bit.ly/2gs3b2Z

Lebensmittel 4.0

Eine bessere Qualitätssicherung und Überwachung der Haltbarkeit von Lebensmitteln, kürzere Entwicklungszeiten und mehr Ressourceneffizienz sowie Transparenz für den Kunden – diese Ziele verfolgt das Projekt „Lebensmittel 4.0“. Erreichen will das Projektteam dies durch die Nutzung intelligenter technischer Systeme in der Lebensmittelwirtschaft. Diese Systeme können große Datenmengen analysieren, die entstehen, wenn Maschinen und Geräte mit integrierten Computern ausgestattet sind und direkt miteinander kommunizieren, um die Fertigungsprozesse zu optimieren. Der Maschinenbau gilt im Allgemeinen als Treiber von Industrie 4.0 – andere Branchen wie die Lebensmittelindustrie stehen intelligenten technischen Systemen jedoch aus verschiedenen Gründen teilweise skeptisch gegenüber. Das wollen die Projektpartner – der Bielefelder Food-Processing Initiative (FPI) e.V. und das Institut für Lebensmitteltechnologie (ILT.NRW) der Hochschule OWL – nun ändern. Sie analysieren, welche Potenziale und Auswirkungen es hat, intelligente technische Systeme in der Lebensmittelbranche zu nutzen. Das entstehende Kompetenznetzwerk soll eine Brücke schlagen zwischen wissenschaftlichen Konzepten aus Forschungsinstituten und einer kundenorientierten Umsetzung in Unternehmen.
Weitere Informationen: http://bit.ly/2grYVR9

Klimaschutz, Energie und Bauen im Umfeld von Industrie 4.0

In Ostwestfalen-Lippe befassen sich viele Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit dem Thema nachhaltige Energieversorgung. Hierbei neue Synergien zu entwickeln, weitere Forschungsprojekte zu initiieren und die vorhandenen Kompetenzen in einem dezentralen Energielabor zusammenzuführen, ist Ziel des Projektes „Klimaschutz, Energie und Bauen im Umfeld von Industrie 4.0“. Im Fokus steht die Energieversorgung von Gebäuden und Quartieren. Damit auch künftig eine hohe Versorgungssicherheit bei geringen Kosten gewährleistet ist, muss sich die Bau- und Energiebranche für die Zukunft neu positionieren. Dafür soll eine neue Kooperationsplattform mit Akteuren aus der Anwendung, Industrie, Bauwirtschaft und dem Handwerk aufgebaut werden. Koordiniert wird das Projekt vom Verein Energie Impuls OWL e. V. Weitere Partner neben der Hochschule OWL sind die Fachhochschule Bielefeld und die Klimawoche e. V. Gefördert wird das Vorhaben mit rund 450.000 Euro, auf die Hochschule OWL entfallen davon etwa 60.000 Euro. Das Projekt fließt in das derzeit in Gründung befindliche Forschungsinstitut „Future Energy – Institut für Energieforschung“ der Hochschule OWL ein.
Weitere Informationen: http://bit.ly/2hb4DVX

Industrie 4.0 für den Mittelstand

Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet die Industrie 4.0 viele Chancen. Häufig mangelt es ihnen aber an Ressourcen, um das Thema anzugehen. Das Projekt „Industrie 4.0 für den Mittelstand“ entwickelt Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für diese Zielgruppe. Die Projektmitarbeiterinnen und -arbeiter bieten zum Beispiel Quick Checks an, für die sie Unternehmen besuchen und dort Geschäftsabläufe und Prozesse analysieren. Außerdem sind für 2017 unter anderem zehn Schulungen für KMU in Ostwestfalen-Lippe vorgesehen, die sich in drei Module gliedern: In Lemgo steht die Datenverarbeitung im Fokus, in Paderborn liegt der Schwerpunkt auf agilen Produktionsprozessen und in Bielefeld auf der Mensch-Maschine-Interaktion. Die Projektpartner bauen auf Erfahrungen vor allem aus dem Spitzencluster „it’s OWL – Intelligente Technische Systeme in OstwestfalenLippe“ auf. In Lemgo fließen zudem die Forschungen in der SmartFactoryOWL ein. Koordiniert wird das Projekt von der OWL GmbH. Weitere Partner sind die FH Bielefeld, die Unis Bielefeld und Paderborn, das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation IOSB-INA und die Fraunhofer-Einrichtung für Entwurfstechnik Mechatronik IEM. Gefördert wird das Vorhaben mit rund 950.000 Euro, auf die Hochschule OWL entfallen davon etwas mehr als 100.000 Euro.
Weitere Informationen: http://bit.ly/2gIPWbZ

Stichwort: Regio.NRW

Der Projektaufruf Regio.NRW erfolgte im Rahmen des „Operationellen Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (OP EFRE NRW). Im OP EFRE NRW ist festgeschrieben, wie NRW die Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der aktuellen Förderperiode strategisch einsetzen will. Die Aufgabe von EFRE ist es, Strukturdefizite verschiedener Regionen zu beseitigen, Innovationsfähigkeit zur stärken und dadurch die Europäische Union zu stärken. Regio.NRW zielt darauf, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Regionen in Nordrhein-Westfalen zu stärken. In OWL wurde dazu ein gemeinsames regionales Handlungskonzept unter Koordination durch die OstwestfalenLippe GmbH erarbeitet, das unter dem Titel „OWL 4.0“ das Thema „Digitalisierung und Industrie 4.0“ in den Fokus rückt.

Von zwölf gestellten Förderanträgen der Region OWL waren zehn Projekte im Umfang von 6,6 Millionen Euro erfolgreich. An vier Projekten ist die Hochschule OWL als Kernpartnerin beteiligt, an zwei weiteren werden wichtige Beiträge durch die Hochschule OWL geliefert.

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