Forschung für die Schönheit

(djd). Ist Schönheit planbar? Das wohl kaum, aber wenn es um Pflegeprodukte für ein attraktives Äußeres geht, wird nichts dem Zufall überlassen. So gehen der Einführung von Kosmetikerzeugnissen zumeist mehrjährige Forschungs- und Testphasen voraus. Dies gilt erst recht bei Pflegemitteln, die neuartige Wirkstoffe oder Wirkstoffzusammensetzungen enthalten. Geforscht in Sachen Schönheit wird dabei keineswegs nur in den internationalen Modemetropolen – sondern beispielsweise auch im ostwestfälischen Bielefeld.

Pflege und Wirksamkeit

Hier haben sich Wissenschaftler einer besonderen Aufgabe verschrieben: Sie möchten mit ihren Entwicklungen Pflege und medizinische Wirksamkeit miteinander verbinden – ein Prinzip, mit dem die beiden Bielefelder Schwesterunternehmen Dr. August Wolff und Dr. Kurt Wolff seit über 100 Jahren erfolgreich sind. So wird etwa „Alpecin forte“ seit mehr als 80 Jahren in einer unveränderten Rezeptur hergestellt. „Wenn etwas gut ist, muss es nicht ständig überarbeitet werden. Es sei denn, es gibt neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf die Inhaltsstoffe – wie beim Koffein – die eine Anpassung nötig machen“, sagt Dr. Adolf Klenk, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Dr. Kurt Wolff.

Umfassende Studien

Das Ziel des Teams von Dr. Klenk lautet, Lösungen für weit verbreitete Haut- und Haarprobleme zu finden. Ideen für neue Pflegeprodukte entstehen dabei meist durch aktuelle Erkenntnisse auf dem Gebiet der Dermatologie. „Sobald sich herausstellt, dass eine bestimmte Substanz sich positiv auf ein Problem wie Haarausfall oder Schuppen auswirken könnte, testen wir in langfristig angelegten Studien deren Wirksamkeit“, erklärt Klenk. Dafür arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen Universitätskliniken zusammen. Wenn das neue Produkt fertiggestellt ist, wird es in den unternehmenseigenen Testsalons noch einer eingehenden Bewährungsprobe unterzogen. Etwa ein Jahr dauert eine solche Entwicklung, die vorherige Wirkstoffforschung nicht eingerechnet. Erst wenn das Ergebnis 100-prozentig zufriedenstellt, kommt das neue Produkt auf den Markt. Wie bei Alpecin, das seit 1930 in den Regalen steht und heute noch der Spezialist bei Haarausfall ist – inzwischen mit einer ganzen Produktlinie.

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