Forschung an der HRW möchte Lebensqualität verbessern

Mülheim an der Ruhr / Bottrop, 15.04.2016: Die Hochschule Ruhr West erhält rund 1.000.000 Euro aus dem Förderprogramm FH-Kompetenz des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung NRW. Damit will sie ein neues Institut für „Positive Computing“ aufbauen mit dem Ziel herauszufinden, wie sich mit technischen Anwendungen die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Menschen
verbessern lassen und wie Personen bei der Entfaltung ihrer Potenziale unterstützt werden können.

Viele Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind nicht so gestaltet, dass Menschen sie nutzen können und wollen. Hürden bei der Benutzungsfreundlichkeit und Ängste verhindern oft die gleichmäßige Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen. Daher möchte ein neues HRW Institut für „Positive Computing“ mit Hilfe von IKT Lösungen für Nutzerinnen und Nutzer aller Generationen erarbeiten, um die Lebensqualität zu verbessern. Dabei beschäftigt es sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen: Wie können diese Systeme die Selbstbestimmung erhalten, soziale Bindungen und Teilhabe fördern und so zum Wohlbefinden beitragen? Wie können Aus- und Weiterbildung in diesem Sinne verbessert und lebenslanges Lernen unterstützt werden? Das neue Institut baut dabei auf zentralen Forschungsschwerpunkten und Leitthemen sowie existierenden Projekten der Hochschule Ruhr West auf, insbesondere auf „UsAHome – Usability (Benutzerfreundlichkeit) von Assistenz- und Informationssystemen im häuslichen Umfeld“.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratulierte den erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: „Die Qualität der Anträge war überzeugend. Die geförderten Vorhaben belegen das enorme Potenzial Nordrhein-Westfalens im Bereich der Fachhochschulforschung. Wir versprechen uns von den Vorhaben anwendungsnahe Lösungen“, sagte Wissenschaftsministerin Schulze.

Auch Prof. Dr. Oliver Koch, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HRW, ist begeistert: „Durch vorbildliches Teamwork aller Beteiligten sind die beiden Antragsvorhaben der HRW in die Runde der letzten 15 von 33 Anträgen gekommen. Und ein HRW Forschungsvorhaben wurde ausgewählt. Das ist für uns ein enormer Erfolg.“ Darüber hinaus werde, Dank der bewilligten Mittel aus dem Ministeriums für Wissenschaft und Forschung NRW, die Forschung an der HRW insgesamt gestärkt und Forschungsschwerpunkte könnten weiter ausgebaut werden, so der HRW Vizepräsident für Forschung- und Transfer weiter.

Prof. Dr. Stefan Geisler, Sprecher der Antragsgruppe für das neue In-Institut für Positive Computing, bedankt sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit: „Ich freue mich, dass wir in unserem stark interdisziplinären Team die Möglichkeit haben werden, einen Beitrag zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Fragestellungen zu leisten.“ Im Mittelpunkt für die Arbeiten, so der Sprecher weiter, stehen menschliche Anforderungen, die insbesondere von
Professorin Dr. Sabrina Eimler mit sozial-, medien-, und kommunikationspsychologischen Inhalten und Methoden betrachtet werden. Sie gab auch den ursprünglichen Anstoß für dieses Projekt.

Verschiedene Kompetenzen aus der Informatik, den Ingenieurs- und Naturwissenschaften vertreten in verschiedenen Fachbereichen der HRW wirken in dem In-Institut an der Erarbeitung technischer Lösungen zusammen. „Das In-Institut stellt weiterhin eine gute Basis für den wissenschaftlichen Nachwuchs dar, mehrere kooperative Promotionen in Zusammenarbeit mit verschiedenen
Universitäten sind geplant“, ergänzt Geisler.

Mitgewirkt am Antrag zum Aufbau des Instituts Positive Computing haben mit Prof. Dr. Oliver Koch, Prof. Dr. Jan Pawlowski, Prof. Dr. Stefan Geisler, Prof.‘in Dr. Sabrina Eimler, Prof. Dr. Gordon Müller, Prof. Dr. Marc Jansen, Prof. Dr. Uwe Handmann, Prof. Dr. Michael Schäfer, Prof. in Dr. Andrea Ostendorf, Prof. Dr. Zhichun Lei, Prof. Dr. Anselm Haselhoff, Prof. Dr. Gerd Bumiller insgesamt zwölf Professorinnen und Professoren aus drei HRW Instituten.

Der neue Förderwettbewerb FH-Kompetenz unterstützt die Fachhochschulen in NRW bei der Weiterentwicklung ihrer Forschungsprofile. Das Land stellt dazu fast sieben Millionen Euro zur Verfügung. Damit können langfristig angelegte Forschungsstrukturen an den Hochschulen zu Forschung-In-Instituten ausgebaut werden. Durch den wissenschaftlichen Hintergrund und ihre anwendungsorientierte Ausrichtung übernehmen die beteiligten Forscherinnen und Forscher eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen Theorie und Praxis. Zeitgleich wird dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit zu kooperativen Promotionen geboten. In der ersten Förderrunde des Wettbewerbs haben sich sieben Forscherteams von 33 eingereichten Anträgen aus 20 Hochschulen erfolgreich mit ihren Antragsideen behauptet. Die von der Jury ausgewählten Projekte befassen sich fachübergreifend mit besonders zukunftsweisenden Fragestellungen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Jedes Projekt kann über fünf Jahre mit bis zu einer Million Euro gefördert werden. Die Anträge wurden von einer Gutachterkommission auf der Grundlage der Ausschreibungskriterien bewertet. Die sieben erfolgreichen Fachhochschulen erhalten ab Mai 2016 die Förderung vom Land. Die jeweilige Hochschule beteiligt sich zusätzlich mit einem Eigenanteil von zehn Prozent der Projektkosten.

Pressekontakt
Hochschule Ruhr West
Heike Lücking, Leiterin Kommunikation & PR, Pressesprecherin
Telefon: 0208-88254-250, Mobil: 0151 5511 7234
E-Mail: heike.luecking@hs-ruhrwest.de

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