Forscher untersuchen Zusammenhang zwischen Gewohnheiten und Gesundheit

Für den Namen der Studie – „HaBIDS“ (Hygiene and Behaviour: Infectious Diseases Survey) – stand das englische Wort für „Gewohnheiten“, habits, Pate. Die Teilnahme an der neunmonatigen Untersuchung ist einfach: Aus dem Melderegister zufällig ausgewählte Personen werden schriftlich eingeladen, die Fragebögen können per Mail zugeschickt und online beantwortet oder in einer per Post zugesandten Papierversion ausgefüllt werden. Medizinische Untersuchungen oder Probennahmen sind nicht notwendig.

„Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst“, betont Prof. Rafael Mikolajczyk, Leiter der HaBIDS-Studie und der Arbeitsgruppe „Epidemiologische und statistische Methoden“ am HZI. „Alle Ergebnisse werden anonymisiert, ein Rückschluss auf einzelne Personen ist nicht möglich.“

Die Forscher fragen beispielsweise, ob die Studienteilnehmer innerhalb der vergangenen zwölf Monate krank waren oder welche Impfungen sie in den letzten zehn Jahren erhalten haben. Haben die Teilnehmer im zurückliegenden Jahr Antibiotika genommen? Und wenn ja, wie lange? Aus den Antworten auf diese und ähnliche Fragen wollen die Epidemiologen sich ein Bild von Infektionen sowie deren Vermeidung in der Bevölkerung machen.

„Wir hoffen, durch diese Befragung mehr über Risikofaktoren für Infektionskrankheiten zu erfahren“, sagt Nicole Rübsamen, die Koordinatorin der Studie.

Den Teilnehmern winkt sogar eine kleine Belohnung: Die Ergebnisse der Befragungen werden in kurzer Form auf veröffentlicht. Dazu gibt es Informationen zu Krankheiten und deren Vorbeugung, die zum Weiterlesen einladen.

Epidemiologie erforscht Gesundheit und Krankheit auf der Bevölkerungsebene – die gleichnamige Abteilung des HZI untersucht Ursachen, Risikofaktoren und auch Möglichkeiten zur Vermeidung von Infektionen. Bei ihrer Arbeit sind die Epidemiologen auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, die sie in ihren Studien regelmäßig befragen.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.

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