Foodsharing und Resteküche

(djd). Jedes Jahr werden in privaten Haushalten in Deutschland durchschnittlich über 80 Kilogramm Lebensmittel pro Person weggeworfen. Über die Hälfte davon könnte vermieden werden. Derzeit liegen deshalb Initiativen im Trend, die diese Art der Lebensmittelverschwendung verhindern wollen: eine solche Initiative ist das Foodsharing. Über die Online-Plattform foodsharing.de und lokale Verteilstationen beispielsweise kann man überschüssige Lebensmittel an interessierte Abnehmer in der Umgebung weitergeben und mit ihnen tauschen – „teilen statt wegwerfen“ heißt das Motto.

Aber auch mit einer guten Einkaufsplanung und der richtigen Lagerung kann man dazu beitragen, dass weniger Essen im Müll landet. Das beginnt schon damit, nur frische, einwandfreie Lebensmittel zu kaufen, die bereits von der Erzeugung bis zum Verkauf im Supermarkt fachgerecht gelagert und transportiert wurden. Erkennen kann man das etwa am blauen QS-Prüfzeichen. Mehr Informationen dazu gibt es unter QS-live.de, der Website der EU-geförderten Kampagne „QS-live. Initiative Qualitätssicherung“.

Vielfalt in der Resteküche

Doch was kann man tun, wenn doch zu viel eingekauft und gekocht wurde? Kombiniert mit weiteren Zutaten lassen sich aus den Resten neue Speisen zubereiten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Auflauf? Einfach alles im Ofen mit Käse überbacken und eventuell mit weiteren Zutaten verfeinern. Übrig gebliebenes Gemüse eignet sich besonders gut für Ratatouille. Beliebte Zutaten dafür sind Auberginen, enthäutete Tomaten, Zwiebeln und Zucchini. Erst wird frisches Gemüse in der Pfanne geschmort und dann das gekochte Gemüse dazugegeben und mit Kräutern abgeschmeckt.

Mit ein wenig Fantasie können so viele Lebensmittel vor dem Mülleimer bewahrt werden. So schmeckt ein kalter Braten am nächsten Tag als Aufschnitt, kalte Beilagen sind eine gute Grundlage für Salate und mit ein paar Eiern wird aus Resten ein schmackhaftes Omelett. Besonders raffiniert für die Resteverwertung ist ein Blätterteig-Strudel, der sich nach Belieben füllen lässt. Den Strudel auf einem gefetteten Backblech auf die Naht setzen und in 45 Minuten fertig backen.

Scroll to Top