FOM-Studie belegt: Betriebliches Gesundheitsmanagement fördert Mitarbeiterbindung

Dass betriebliches Gesundheitsmanagement die Bindung zum Arbeitgeber verbessert, hatten die Wissenschaftler im Vorfeld vermutet. „Dank der Studie können wir dies jetzt auch statistisch belegen“, so Gansser. Für ihre Untersuchung befragten sie 329 Arbeitnehmer aus dem produzierenden Gewerbe, dem Handel, Kfz-Werkstätten sowie dem Dienstleistungssektor. Die meisten Teilnehmer waren zwischen 19 und 37 Jahre alt. Dabei schätzten gut 60 Prozent der Befragten mit BGM die Maßnahmen als sehr positiv ein. Von den Mitarbeitern ohne BGM sagten fast 80 Prozent, dass sie eine Einführung als wichtig erachten. Gansser: „Bisher tun die Firmen noch zu wenig, um ihre Mitarbeiter mit gesundheitsfördernden Maßnahmen an sich zu binden. Doch mit Blick auf den demografischen Wandel wird es für Unternehmen immer wichtiger, Mitarbeiter auch gesundheitlich zu fördern.“

Eine kleine Überraschung hielt die Studie dennoch bereit: Obwohl ein Großteil der Befragten die Maßnahmen in ihren Unternehmen positiv bewertet, nutzen nur wenige die Angebote. So nehmen 38,2 Prozent an Muskeltrainings teil, gerade einmal 26,3 Prozent besuchen Maßnahmen zur Stressprophylaxe. Warum Gesundheitsmanagement auch für junge Mitarbeiter eine große Rolle spielt, weiß Dr. Linke aus seiner Berufspraxis als Arzt: „Junge Leute achten heute viel mehr auf ihre Gesundheit. Daher schätzen sie es sehr, wenn ihr Arbeitgeber ihnen dabei hilft und sie auch in Zukunft durch ein Gesundheitsmanagement unterstützen wird.“

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