Förderung individueller Exzellenz im Mittelpunkt: Jahresfeier des Gutenberg Forschungskollegs

In den neun Jahren seines Bestehens hat sich das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) als Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung und der Vernetzung zwischen exzellenten Forschungsbereichen bewährt und fest etabliert. Bei einer feierlichen Abendveranstaltung werden alljährlich die neuen GFK-Fellows offiziell begrüßt und der Gutenberg Research Award vergeben. Die Festveranstaltung am Montag auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) stellte erneut den Hauptschwerpunkt der Tätigkeiten des GFK heraus: die Förderung individueller Exzellenz. „In Ergänzung zur Forschungsförderung für große kooperative Projekte können wir beim GFK den Fokus auf die einzelne Forscherpersönlichkeit richten und mit unseren Fellowships herausragende interne und externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Vorhaben unterstützen“, sagte Univ.-Prof. Dr. Matthias Neubert, Direktor des GFK und Leiter der Arbeitsgruppe Theoretische Hochenergiephysik, bei der Jahresfeier. „Auch heute können wir einen hoch angesehenen Wissenschaftler in der Gemeinschaft unserer Fellows als neues Mitglied begrüßen und den Gutenberg Research Award an einen herausragenden internationalen Forscher vergeben.“ Das GFK vergibt den Gutenberg Research Award seit 2012, Vorschläge hierzu kommen aus allen Fachbereichen der Universität. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Als neuer Fellow wurde Prof. Dr. Klaus Müllen willkommen geheißen. Er zählt zu den weltweit renommiertesten Wissenschaftlern in der experimentellen Chemie. Müllen war seit 1989 Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und wird nun in den kommenden drei Jahren an der JGU auf dem Gebiet der synthetischen Chemie weiterarbeiten und dabei eng mit verschiedenen Arbeitsgruppen der Universität kooperieren. Der Wissenschaftler ist für zahlreiche Forschungsleistungen an der Schnittstelle von experimenteller synthetischer Chemie, Polymerchemie, Materialwissenschaften und Physik hoch angesehen.

Mit dem Gutenberg Research Award hat das GFK dieses Jahr den Biomediziner Dr. Vishva Dixit ausgezeichnet. Er erhält den Preis für seine wegweisende Forschung zur Apoptose, einer Form des programmierten Zelltods, bei der sich die Zelle selbst abbaut. Dixit legte mit seinem Team Anfang der 1990er-Jahre den Grundstein dafür, die genauen Mechanismen des Zelltods zu entschlüsseln. Damit ist er ein Wegbereiter für die Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs oder neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer.

Außerdem konnte Vishva Dixit einen als Inflammasom bezeichneten Komplex von Eiweißen nachweisen, mit dem das körpereigene Immunsystem in der Lage ist, Infektionen zu bekämpfen. Weitere wegweisende Entdeckungen gelangen ihm zuletzt, indem er die Rolle von Ubiquitinierung und Deubiquitinierung von Proteinen bei der Entstehung von Krebs untersuchte.

Foto:
http://www.uni-mainz.de/bilder_presse/GFK_jahresfeier_2016.jpg
(v.l.) Prof. Dr. Wolfgang Hofmeister, Vizepräsident für Forschung an der JGU, GFK-Fellow Prof. Dr. Klaus Müllen, Univ.-Prof. Dr. Matthias Neubert, Direktor des Gutenberg Forschungskollegs, und Dr. Vishva Dixit, Preisträger des Gutenberg Research Award 2016
Foto/©: Simon Büttner, brikettfilm

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Matthias Neubert
Direktor des Gutenberg Forschungskollegs (GFK)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23681
Fax +49 6131 39-24611
E-Mail: matthias.neubert@uni-mainz.de
http://www.gfk.uni-mainz.de

Scroll to Top