Förderinitiative nachhaltige Pharmazie

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

für eine effiziente medizinische Versorgung von Patienten, aber auch für die Tiergesundheit in der Tierhaltung sind Arzneimittel unverzichtbar. Ihre Herstellung ist allerdings mit einem hohen Verbrauch an Rohstoffen, Lösungsmitteln und Energie sowie einem hohen Abfallaufkommen verbunden. Nach Gebrauch werden die Wirkstoffe und ihre Metaboliten ausgeschieden und können somit in die Umwelt gelangen. Heute lassen sich Arzneimittelrückstände in Böden, Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser nachweisen. Sie stellen langfristig ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar und schädigen nachweislich die Umwelt.

Mit ihrer Förderinitiative „nachhaltige Chemie“ will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Arzneimittelrückstände in der Umwelt zu vermeiden und zu vermindern helfen und die ressourcen- und energieeffiziente sowie umweltfreundliche Herstellung von Arzneimitteln – soweit wie möglich tierversuchsfrei – fördern. Vorrangig sollen folgende Technologieentwicklungen gefördert werden:
1. Prozessoptimierung mit dem Ziel der Ressourcenschonung und Energieeffizienz,
2. prozessanalytische Technologien zur Vermeidung von Abfall und Fehlchargen,
3. Entwicklung neuer umweltfreundlicher Synthese- und Aufreinigungsverfahren mittels Methoden der Green Chemistry und der industriellen Biotechnologie,
4. Verlustminderung pharmakologisch aktiver Substanzen, z. B. durch Änderung der Formulierung, Applikations- oder Darreichungsform (Galenik),
5. Entwicklung von Arzneimitteln mit leichterer biologischer Abbaubarkeit.

Anträge für Projekte im Rahmen der Initiative können auf Basis der DBU-Förderleitlinien kleine und mittlere Unternehmen stellen. Ausdrücklich erwünscht sind Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen. Skizzen müssen bis zum 5. November 2013 eingegangen sein. Die Projekte sollen in der Regel eine ökobilanzielle Bewertung beinhalten.
Für einen redaktionellen Hinweis auf die Förderinitiative bin ich dankbar.

Kollegiale Grüße

Franz-Georg Elpers
Pressesprecher

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