Flugrecht: Airline muss Annullierung wegen Schlechtwetter begründen

(djd). Schlechtes Wetter ist einer der häufigsten Gründe für Flugausfälle. Hier war das Recht bislang auf der Seite der Fluggesellschaften. Denn es handelt sich um sogenannte „höhere Gewalt“, auf die auch die Airlines keinen Einfluss haben. Bei Annullierungen aufgrund von Nebel, starkem Schneefall oder Eis hatten Reisende zwar Anspruch auf Erstattung der Flugkosten oder einen Ersatzflug, jedoch nicht auf Entschädigungszahlungen. „Dank eines Urteils des Bundesgerichtshofs kann man nun auf eine Entschädigung hoffen, wenn bei schlechtem Wetter der Flug gestrichen wurde“, weiß Holger Friedrich, Reiseexperte beim Portal http://www.fluege.de. In dem entsprechenden Fall hatte die Airline nicht genau nachgewiesen, inwiefern das schlechte Wetter eine Annullierung rechtfertigte und ob auch wirklich alle finanziellen, personellen und materiellen Mittel eingesetzt wurden, die einen planmäßigen Abflug ermöglicht hätten. „Fluggäste sollten ihre Airlines daher bei einer wetterbedingten Annullierung um einen genauen Nachweis der schlechten Wetterlage bitten“, rät Holger Friedrich.

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