Flexibilität ist Trumpf

(djd). Die steigende Lebenserwartung macht die langfristige Erhaltung der Lebensqualität zur zentralen Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft. Dies gilt vor allem für den Fall der Pflegebedürftigkeit, denn hier geht es neben der Frage der Finanzierung auch um praktische Fragen der Neuorganisation des Lebens. Doch die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, um eine wirklich gute Betreuung im Pflegefall zu gewährleisten. So kann zum Beispiel die Versorgungslücke bei stationärer Pflege in Pflegestufe III mehr als 1.700 Euro betragen. Und das mitunter über viele Jahre hinweg. Soll die Versorgungslücke nicht zulasten von privatem Einkommen und Vermögen gehen, ist eine private Zusatzversicherung angeraten.

Pflegebedürftigkeit stellt Angehörige vor Herausforderungen

Obwohl den Bundesbürgern das wachsende Problem der „Pflegeversorgungslücke“ mittlerweile vertraut sein dürfte, ist die private Pflegevorsorge hierzulande noch immer unterentwickelt. Offenbar setzen viele Menschen darauf, im Pflegefall von Angehörigen betreut zu werden. Tatsächlich sind die familiären Bindungen aber heute bei weitem nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahrzehnten, diese Tendenz wird sich weiter verstärken. Die Menschen sind viel mobiler geworden, wohnen oftmals weit voneinander entfernt, Frauen und Männer sind beruflich in der Regel gleichermaßen stark eingespannt – familiäre Pflege ist unter diesen Umständen oftmals gar nicht realisierbar. Wer dann ambulante Pflegedienste oder einen Platz im Pflegeheim in Anspruch nehmen muss, braucht viel Geld. Fehlt beim Pflegebedürftigen das nötige Vermögen, haften Kinder für ihre Eltern.

Versicherungsschutz selbst gestalten

Wer einen Angehörigen selbst pflegen will, steht vor großen physischen, psychischen und auch finanziellen Herausforderungen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Axa geben zwei Drittel der Deutschen an, dass in einem solchen Fall die größte Belastung vermutlich für sie darstellen würde, dass sie ihren persönlichen Bedürfnissen nicht mehr ungehindert nachgehen könnten. 63 Prozent erwarten zudem starke finanzielle Einschränkungen durch hohe Pflegekosten, 61 Prozent befürchten, die eigene Berufstätigkeit reduzieren zu müssen.

Bei frühzeitiger Vorsorge lässt sich mit einer privaten Pflegezusatzversicherung zumindest die Angst vor den finanziellen Folgen einer späteren eigenen Pflegebedürftigkeit deutlich lindern. Inzwischen gibt es sogenannte Pflegetagegeld-Tarife, die sich flexibel an die jeweiligen Lebensumstände anpassen lassen. Entsprechend der finanziellen Möglichkeiten und Bedürfnisse kann der Versicherte seinen Schutz selbst gestalten: Er entscheidet, wie hoch das Pflegegeld sein soll und welche Pflegestufen er absichern möchte. Damit kann die Lücke zwischen der gesetzlichen Absicherung und den tatsächlichen Pflegekosten individuell nach den Wünschen des Versicherten geschlossen werden.

„Pflege-Bahr“ allein reicht nicht aus

Um die Bundesbürger zu mehr privater Pflegevorsorge zu ermuntern, gibt es seit Anfang 2013 den staatlich geförderten „Pflege-Bahr“. Schon ab einem Beitrag von zehn Euro pro Monat gibt der Staat einen Zuschuss von fünf Euro dazu. Nichtsdestotrotz können in der Regel die Leistungen aus dem „Pflege-Bahr“ sowie die gesetzliche Absicherung allein die Versorgungslücke im Pflegefall nicht vollständig schließen. Um für den Pflegefall finanziell gut vorbereitet zu sein, empfehlen Experten deshalb die Kombination mit einer privaten Pflegezusatzversicherung wie beispielsweise dem Pflegevorsorge-Tarif „Flex“ der Axa.

Absicherung der Pflegestufen kombinieren

Dabei kann man für jede Pflegestufe ein individuelles monatliches Pflegegeld ab 100 Euro wählen. Der Kunde entscheidet individuell, ob er nur die Pflegestufe III oder diese in Kombination mit Pflegestufe II beziehungsweise den Pflegestufen II und I absichern möchte. Einzige Voraussetzung ist, dass die Pflegegelder aufeinander aufbauen und alle Varianten die Pflegestufe III enthalten. Das Pflegegeld erhöht sich alle drei Jahre automatisch um zehn Prozent – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Im Leistungsfall wird das vereinbarte Pflegegeld für die jeweilige Pflegestufe in voller Höhe ausbezahlt. Der Versicherte kann darüber frei verfügen. Bei Eintritt des Pflegefalls wird man bereits ab Pflegestufe I von den Beitragszahlungen befreit.

Steigende Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung berücksichtigen

Mit dem zunehmenden Durchschnittsalter der Gesellschaft steigt auch die Zahl der Menschen, die unter einer Demenzerkrankung leiden: Nach einer Prognose der Deutschen Alzheimer Gesellschaft könnte sich die Zahl der Betroffenen von derzeit etwa 1,4 Millionen bis 2050 auf ungefähr drei Millionen Patienten erhöhen. Im Hinblick darauf ist es bei der Wahl einer Pflegezusatzversicherung wichtig, dass der jeweilige Tarif auch den Demenzfall – also die Pflegestufe 0 – absichert. Denn Demenzkranke bekommen zwar Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung – diese reichen aber bei Weitem nicht aus. Bei der Pflegevorsorge „Flex“ beispielsweise erhalten Betroffene ab dem 20.
Lebensjahr 20 Prozent des für die Pflegestufe I vereinbarten Pflegegeldes
auch dann, wenn keine Pflegestufe vorliegt, aber ein erheblicher
Betreuungsbedarf besteht. Das gilt zum Beispiel auch bei Demenz.

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