Flexibel und komfortabel: Online-Behandlungen mit Doktorabc

COPD, Arzt im Kittel

Entspannte Arzttermine ohne lange Wartezeiten in überfüllten Sprechzimmern sind für Patienten keine Zukunftsmusik mehr: Das telemedizinische Unternehmen Doktorabc bieten Patienten eine flexible und komfortable Fernbehandlung via Computer oder Smartphone an. Einzige Voraussetzungen für diesen Service ist eine Internetverbindung. Auf der Internetseite https://www.doktorabc.com/de können sich Patienten von einem zugelassenen EU-Arzt behandeln lassen und die passenden Medikamente gleich mitbestellen. Bisher werden Behandlungen aus den Bereichen Hauterkrankungen, Innere und Allgemeine Medizin, Reisemedizin sowie Frauen- und Männergesundheit angeboten. Patienten schätzen vor allem die diskrete Behandlung bei Potenzproblemen oder Geschlechtskrankheiten.

Der Service von Doktorabc funktioniert in drei Schritten: Zunächst suchen die Patienten nach einer passenden Behandlung und wählen ein Medikament aus. Danach füllen sie einen ärztlichen Fragebogen aus, in dem sie ihre Beschwerden schildern. Nach der Prüfung durch einen Mediziner wird das Rezept ausgestellt und an eine Versandapotheke weitergeleitet. Diese schickt das Medikament innerhalb weniger Tage per DHL-Express direkt nach Hause. Treten Unklarheiten beim Fragebogen auf, kann der Arzt die Anfrage allerdings auch ablehnen. Einen Überblick über den Service von Doktorabc finden Sie hier: https://www.doktorabc.com/de/so-funktioniert-es.html.

Das britische Unternehmen Doktorabc vermittelt zwischen Patienten und Ärzten, auch zwischen Versandapotheken. Der Service ist für Patienten in Deutschland legal und sicher. Bisher müssen die Kosten für die Behandlung und die Medikamente von den Patienten getragen werden. Mit dem Fall des Fernbehandlungsgesetzes ist die Kostenübernahme durch die Krankenkassen laut Experten jedoch der nächste logische Schritt.

Telemedizin in Deutschland kann ausgeweitet werden: Ärztetag kippt Fernbehandlungsverbot

Schon vor dem Fall des Fernbehandlungsverbotes im Mai diesen Jahres waren Online-Sprechstunden in Deutschland unter gewissen Voraussetzungen erlaubt. Das Fernbehandlungsverbot gab vor, dass Patient und Arzt sich vor der Online-Behandlung mindestens einmal persönlich gesehen haben mussten. In einigen Praxen wird die Telemedizin bisher schon genutzt, um Vorbefunde zu besprechen und Nachsorgetermine per Internet wahrzunehmen. Mit dem Fall des Fernbehandlungsverbotes ist auch eine Fernbehandlung ohne vorherigen persönlichen Kontakt zum Arzt möglich. Vorreiter in Deutschland sind Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein: Schon vor der Entscheidung auf dem Deutschen Ärztetag in Erfurt haben diese Bundesländer mit Modellprojekten grünes Licht für Online-Sprechstunden gegeben.

Die Vorteile der Telemedizin für Patienten und Mediziner

Befürworter der Telemedizin sehen viele Vorteile in den Fernbehandlungen via Telefon und Internet: Patienten können flexibel Online-Behandlungen mit einem Arzt wahrnehmen, ganz egal ob sie zu Hause, im Büro oder unterwegs sind. Außerdem entfallen lange Wartezeiten in überfüllten Praxen und die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern könnte verringert werden. Für ältere und gehbehinderte Menschen bietet die Telemedizin den Vorteil, dass die langen und mitunter anstrengenden Wege zum Arzt entfallen. Mediziner haben darüber hinaus Hoffnung, dass sich die Zahl unnötiger Praxisbesuche mit einer Fernbehandlung verringert. Außerdem könnten Notfallaufnahmen mit vergleichsweise harmlosen Erkrankungen entlastet werden. Schließlich kann nach Ansicht von Experten mit telemedizinischen Behandlungen der prekären ärztlichen Unterversorgung auf dem Land entgegengewirkt werden. Bis die telemedizinische Versorgung in Deutschland flächendeckend angeboten werden kann, gibt es jedoch noch einige Hürden: Zunächst müssen, vor allem auf dem Land, die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Gerade in ländlichen Gebieten ist die Internetversorgung noch ausbaufähig.

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