Fit für die digitale Transformation in der Medizin

Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS – kurz: Fraunhofer MEVIS – gehört weltweit zu den führenden Forschungszentren in der digitalen Medizin. Um Informatikstudierende auf die Herausforderungen in diesem Bereich vorzubereiten, kooperieren die Einrichtung und die Universität Bremen jetzt noch enger in der Lehre. Seit diesem Wintersemester gibt es den neuen Studienschwerpunkt „Medical Computing“ im Fachbereich Mathematik / Informatik.

Ob Gesundheitsvorsorge, Diagnose, Operation oder Therapie: Die digitale Medizin spielt heutzutage eine wichtige Rolle im klinischen Alltag. Ziel ist es, dass Mediziner die Möglichkeiten von Big Data, Künstlicher Intelligenz und bildgestützter Medizin bestmöglich nutzen sollen. Die Methoden in der digitalen Medizin werden in der Informatik entwickelt. Der neue Studienschwerpunkt „Medical Computing“ im Fachbereich Mathematik / Informatik der Universität Bremen reflektiert wegweisende Entwicklungen in diesem Bereich. Studierende erhalten zum Beispiel Einblicke in die medizinische Bildverarbeitung und in Methoden, die Ärzte bei der Analyse immer komplexerer Situationen unterstützen können. Um eine Verbindung zur Praxis zu schaffen, sollen zudem Klinikmitarbeitende an die Universität kommen und in den Lehrbetrieb mit eingebunden werden.

Fraunhofer MEVIS ist mit Universität eng verbunden

Das von dem Physiker Horst Hahn und dem Mediziner Ron Kikinis geleitete Fraunhofer MEVIS ist seit den Anfängen eng mit der Universität Bremen verbunden. Das heutige Forschungszentrum ging aus dem Center for Complex Systems and Visualization (CeVis) an der Universität Bremen hervor, das 1992 gegründet wurde und ist wie die Universität Mitglied der Forschungsallianz U Bremen Research Alliance. Diesem Verbund gehören neben der Universität elf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus der Region an, die vom Land und Bund finanziert werden. Mitarbeitende von Fraunhofer MEVIS forschen nicht nur gemeinsam in Projekten mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Bremen, sondern sind bereits seit Jahren in der universitären Lehre tätig.

Der Harvard-Professor Ron Kikinis kam 2014 nach Bremen. Hier leitet er unter anderem die Arbeitsgruppe „Medical Image Computing“ am Fachbereich Mathematik/Informatik. Seit 2009 unterrichtet Professor Matthias Günther, Leiter der Arbeitsgruppe MR-Physik des Fraunhofer MEVIS und Professor für Physik an der Universität. Zudem forscht er in dem seit 2011 gemeinsam mit der Universität betriebenen Magnetresonanztomographie-Labor.

Vier Studienschwerpunkte

Zusätzlich zu den etablierten Studienschwerpunkten „Sicherheit und Qualität (SQ)“, „Künstliche Intelligenz, Kognition und Robotik (KIKR)“ und „Digitale Medien und Interaktion (DMI)“ hat der Fachbereich Mathematik/Informatik mit „Medical Computing“ jetzt insgesamt vier Schwerpunkte zu bieten.

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