Fit für den „Laufsteg“

(djd). Laufen ist nicht nur gesund, beim Laufen geht es immer häufiger auch ums Sehen und Gesehen werden, die beliebtesten Strecken sind ganz nebenbei zum Laufsteg mutiert. Vor diesem Hintergrund unternahm die „Süddeutsche Zeitung“ vor einiger Zeit den nicht ganz ernst gemeinten Versuch einer Typologie der Jogger-Charaktere. Ein häufig vorkommendes Exemplar sei demnach der „Angeber“, den man bereits von Weitem an einem knallorangenen Leibchen erkenne. Es sei das „Finisher-T-Shirt“ vom letzten Stadtlauf, womit der Angeber seine Umwelt darauf hinweise, dass er schon einmal mehr als zehn Kilometer gelaufen sei. In jedem Stadtpark begegne man auch den „Paarläufern“. Meist sei er oder sie außer Atem und der andere schlurfe unterfordert nebenher. Dafür erzähle dieser pausenlos, während der kurzatmige Nebenläufer gestresst sei, weil er kaum Luft zum Antworten habe. Der „Coole“ dagegen laufe stets gut gebräunt im weißen Feinripp-Unterhemd und mit Ray-Ban-Sonnenbrille durch die Gegend. Der „Marathon-Anwärter“ wiederum, so die Analyse der „SZ“, will sich selbst finden oder den New-York-Marathon in seinen Manager-Lebenslauf aufnehmen.

Vorsicht nach längerer Pause

Egal zu welcher Sorte Läufer man sich selbst zählt: Jogging ist der ideale Sport, um das Herz-Kreislauf-System gesund zu erhalten, alle Körperzellen mit Sauerstoff zu versorgen und fit und gesund zu bleiben. Jogging begünstigt zudem die Ausschüttung von Glückshormonen, man fühlt sich fit und gut gelaunt und stärkt zudem sein Immunsystem. Dr. Sven A. Clausen, Leiter des Personal-Trainer-Netzwerks „Sport für Hanseaten“ aus Hamburg, empfiehlt in diesem Zusammenhang wie bei jeder anderen Sportart gezielte, wiederkehrende und individuell angepasste sportliche Belastungsreize: „Hierzu sind mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche à 30 bis 45 Minuten nötig.“

Wer jenseits der 50 sei und nach längerer Pause wieder mit dem Sport beginnen wolle, sollte nach Ansicht von Dr. Clausen einige Vorsichtsmaßnahmen beachten und beispielsweise zunächst einen Gesundheits-Check durchführen lassen: „Danach weiß man, wo man aktuell steht und was man sich zutrauen kann.“ Geprüft werden müsse beispielsweise, wie es um den Blutdruck und Blutzucker stehe und ob die Gelenke in Ordnung seien. Oft sei es ratsam, so Dr. Clausen, mit sportlichen Aktivitäten unter fachlicher Anleitung eines qualifizierten Trainers zu beginnen.

Die typischen Verletzungen beim Laufen

Wie bei allen anderen Disziplinen kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auch beim Laufen zu einer Sportverletzung kommen, deren Gründe meistens in einer Überlastung der Muskeln und Gelenke liegen und die seltener durch Unfälle verursacht werden (Informationen: http://www.joggen-online.de). Beim Blick auf Untersuchungen zu Sportverletzungen bei Läufern fällt sofort ins Auge, dass es besonders häufig im Bereich der Knie und der Achillessehnen sowie des Rückens zu Verletzungen beim Sport kommt. Während Freizeit- und Hobbyläufer vorwiegend über Knieprobleme und Rückenbeschwerden klagen, haben Leistungssportler überdurchschnittlich oft mit Achillessehnenverletzungen zu tun. Neben diesen besonders stark vertretenen Laufverletzungen zählen auch das Schienbeinkantensyndrom, Entzündungen im Bereich der Fußsohle – wie der Fersensporn – und Ermüdungsbrüche wie der Bruch des Mittelfußknochens zu den typischen Sportverletzungen bei Läufern.

Private Unfallversicherung zahlt auch bei Sportverletzungen

Wer sich im privaten Bereich – beispielsweise durch einen Sportunfall – verletzt und bleibende Schäden davonträgt, erhält von der gesetzlichen Unfallversicherung keinen Cent. Anders bei einer privaten Unfallversicherung – sie zahlt immer, egal ob bei Unfällen im privaten Bereich oder im Beruf. „Wichtig ist, dass der Betroffene den Unfall seiner Versicherung unverzüglich meldet“, betont Dieter Sprott von den Ergo Direkt Versicherungen. Beim Fürther Direktversicherer gilt beim „Unfallschutz“ der sogenannte erweiterte Unfallbegriff: Als Unfall gilt auch, wenn ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.

Versicherungsnehmer können in ihre Police optional den Anspruch auf Schmerzensgeld einschließen. „Wenn die erlittene Verletzung in der Schmerzensgeldtabelle aufgeführt ist, erhält der Versicherte die hierfür vorgesehene Leistung“, erläutert Dieter Sprott.

Eine andere optional zu vereinbarende Leistung ist der Anspruch auf ein Krankenhaus-Tagegeld. Es wird in der vereinbarten Höhe für jeden Kalendertag gezahlt, den der Versicherte aufgrund eines Unfalls wegen medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung oder Rehabilitation im Krankenhaus verbringen muss. Die Zahlung erfolgt maximal über einen Zeitraum von zwei Jahren. Zusätzlich wird das Krankenhaus-Tagegeld bis zu vier Wochen im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt in gleicher Höhe ausgezahlt.

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