Fibromyalgie-Syndrom – Symptome erkennen

Fibromyalgie-Syndrom

Fibromyalgie-Syndrom. Warum Gesunde für Kranke so wichtig sind! – Vergleichsstudie geht Fibromyalgie-Syndrom auf den Grund. Menschen mit einem Fibromyalgie-Syndrom (FMS) leben mit starken chronischen Schmerzen am gesamten Körper. Aufgrund der Symptome leiden sie zusätzlich unter Schlafstörungen und großen psychischen Belastungen. Etwa drei Prozent der Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen, vor allem Frauen. Früher als Weichteilrheuma bezeichnet, konnte vor wenigen Jahren nachgewiesen werden, dass dem Syndrom eine Schädigung des Nervensystems zugrundeliegt, die einen muskulären Schmerz verursacht. Ein erster Nachweis zum besseren Verständnis war erbracht, die Ursachen aber noch nicht gefunden. Wissenschaftler der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum suchen derzeit für ihre Vergleichsstudie gesunde Frauen, die mit Hilfe einer einfachen Mundspülung einen Beitrag leisten können, Hinweise zur Entstehung des Fibromyalgie-Syndroms zu finden.

Fibromyalgie-Syndrom – Vergleichsstudien mit Daten von Gesunden und Kranken

Prof. Dr. Martin Diers, zuständig für die Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, benötigt für seine Studie dringend gesunde Probandinnen zwischen 40 und 60 Jahren, da vor allem Frauen vom FMS betroffen sind: „Gerade bei Vergleichsstudien sind wir auf die Daten von Gesunden und Kranken angewiesen, damit wir diese gegenüberstellen und Unterschiede generieren können. Nur so können wir ein genaues Krankheitsbild von Schmerz-Syndromen erfassen und dann gezielt Behandlungsfelder schaffen.“ Viele Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, erhalten nicht die richtige Behandlung, da es diese oftmals noch gar nicht gibt. Um Betroffene angemessen therapieren zu können, ist es daher zunächst wichtig, die Schmerzursache zu ermitteln und zu verstehen, wieso ein chronischer Schmerz überhaupt erst entsteht.

Die FMS-Studie befasst sich mit der Erforschung molekulargenetischer Faktoren. Das heißt, mit Hilfe der über eine Mundspülung erfassten DNA werden die relevanten Erbinformationen von gesunden und kranken Teilnehmern verglichen. Im Rahmen eines Fragebogens werden zusätzlich Informationen zur psychischen und körperlichen Befindlichkeit gesammelt und den DNA-Daten gegenübergestellt.

Hierfür schickt die Teilnehmerin den Fragebogen und das Gefäß mit der Mundspülung im frankierten Briefumschlag zurück. Es entstehen keine Kosten.

Interessierte können sich mit dem Stichwort „Gesunder Proband FMS-Forschung“ per E-Mail: verhaltensmedizin@rub.de anmelden.

Fibromyalgie auch bei Kindern?

Scroll to Top