Fettverbrennung mit weniger Schwitzen? Präventionscentrum testet die HYPOXI-Methode

Abnehmen – Die Methode basiert auf der Kombination aus wechselndem Über- und Unterdruck in Zielregionen wie Bauch, Hüfte und Oberschenkel, die mittels eines speziellen Anzuges erzeugt werden, der während eines herkömmlichen Ausdauertrainings auf dem Fahrradergometer bzw. Laufband getragen wird. So können, behauptet HYPOXI, regionale Fettpolster reduziert werden. Das Fettgewebe wird stimuliert, stärker durchblutet, so dass sich der Abtransport der Fette und auch Stoffwechselparameter, wie das Cholesterin, verbessern. Während des Fettabbaus, so versprechen die Entwickler der Methode, vermindern sich zusätzlich Bindegewebsstörungen wie Cellulite. Eine Umfangsreduktion der Problemzonen und eine Gewichtsabnahme von drei Kilogramm in einem Monat sollen möglich sein.

Erfunden wurde die HYPOXI-Methode 1998 von dem Salzburger Sportwissenschaftler Dr. Norbert Egger und seitdem ständig weiterentwickelt. Heute gibt es bereits über 2.000 spezielle Studios überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in denen man mit HYPOXI Gewicht reduzieren kann.

Der Aufbau der Studie
Die HYPOXI-Studie wird vom medizinischen PräventionsCentrum Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Christoph M. Bamberger durchgeführt. Sie vergleicht über einen Monat das Training nach der HYPOXI-Methode mit einem herkömmlichen Training auf einem Laufband oder Fahrradergometer.

Für das Laufbandtraining wurde ein Neoprenanzug mit einem speziellen Technikteil für den Bauch entwickelt. Für das Fahrradergometertraining wurde eine durch eine Neoprenschürze abgeschlossene Kammer bis zur Taille
konstruiert, die im Oberschenkelbereich gezielt Fett verbrennen soll.
Die Studie wird mit 40 übergewichtigen Frauen (BMI 27-32) im Alter zwischen 30 und 50 Jahren durchgeführt. Sie dürfen im letzten halben Jahr keine Diät und kein sportliches Training durchgeführt haben und müssen ansonsten gesund sein. Das Auswahlverfahren der Teilnehmerinnen läuft. Start der Studie ist im August 2010.

12 Trainingseinheiten von 30 Minuten in vier Wochen (3 pro Woche) sind von den Teilnehmerinnen zu absolvieren. Ärzte, Sport- und Ernährungswissenschaftler betreuen die Probanden während dieser Zeit.

Die Ziele der Studie
Prof. Bamberger dazu: „Wir wollen mit der Studie klären, ob es tatsächlich eine Möglichkeit der gezielten Gewichtsabnahme in den Problemzonen Bauch, Hüfte und Beine durch vermehrte Fettverbrennung über die HYPOXI-Methode gibt, welche einem konventionellen fahrradergometrischen- bzw. Laufbandtraining ohne Über- und Unterdruckbildung überlegen ist. Dazu gibt es bisher sehr widersprüchliche Erkenntnisse.

Bei den Probandinnen werden in zweiwöchigem Abstand Umfangmessungen vorgenommen. „Außerdem bestimmen wir das Cholesterin, Triglyzeride, Blutzucker, HbA1c und das TSH als Maß der Schilddrüsenfunktion.“ erklärt Fr. Dr. Guth, stellvertretende Direktorin des MPCH. „Sollte es sich zeigen, dass es unter dem Wechseldrucktraining zu einer signifikant höheren Umfangsreduktion in den Problemzonen kommt als unter normalem Ausdauertraining gleicher Intensität, können wir das Erfolgsversprechen von HYPOXI als haltbar einstufen. Auch der Effekt auf die Parameter des Fett- und Zuckerstoffwechsels soll im Vergleich der beiden Methoden geprüft werden“

Eva Tischer, Sportwissenschaftlerin bei HYPOXI in Hamburg zur Studie: „Prof. Bamberger ist ein ausgewiesener Experte für die Durchführung solcher Studien und mit seinen erfahrenen Mitarbeitern und der hervorragenden Ausstattung des MPCH sind wir sicher, ein seriöses Ergebnis zu erzielen. Wir lassen Prof. Bamberger bei der Ermittlung der Ergebnisse jede Freiheit und nehmen hier keinen Einfluss.“

Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse vom MPCH veröffentlicht. (MPCH 10/08)

Herausgeber
Prof. Dr. Christoph M. Bamberger, Direktor des Medizinischen PräventionsCentrum Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Falkenried 88, 20251 Hamburg

Kooperierende Institutionen und Wissenschaftler

  1. Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann
    Ärztlicher Leiter des Instituts für Sport- und Bewegungsmedizin, Universität Hamburg,
    Mollerstr. 2, 20148 Hamburg, Tel. 42838 6339,
  2. Alexander J. Galach
    Medizinisches PräventionsCentrums Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Falkenried 88, 20251 Hamburg
    Tel. +49-40-468636111
  3. Prof. Dr. med. Eberhard Windler, Dr. oec.-troph. Birgit-Christiane Zyriax
    Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
    Martinistr. 52, 20246 Hamburg
    Tel. +49-40-74205 3947

Scroll to Top