Festlich tafeln ohne Sodbrennen

(mpt-13/156a). Familienfeste mit üppig gedeckten Tafeln sind für die menschlichen Verdauungsorgane stets eine schwere Prüfung. Magenschmerzen, Blähungen und Sodbrennen können die Folgen sein, wenn man es mit den kulinarischen Verlockungen übertreibt. Ernährungswissenschaftler sehen die Ursachen der Beschwerden darin, dass fettige, zuckerhaltige oder stark gewürzte Nahrungsmittel in Kombination mit alkoholischen Getränken die Magensäureproduktion enorm anregen. Kaffeetrinken und Rauchen können diesen Prozess verstärken.

Ursache für Sodbrennen: Magen im Dauereinsatz

Beim Verdauungsschläfchen nach dem Gelage ruht zwar der Geist, doch Magen und Darm leisten Schwerstarbeit. Was viele nicht wissen: Allein das Betrachten appetitlicher Speisen und deren Duft kann die Magensäureproduktion ankurbeln. Neben der Nahrungszersetzung spielt die Säure eine weitere wichtige Rolle. Der Organismus benötigt sie, um Eindringlinge abzutöten, die beim Essen in den Körper gelangt sind. Der im Magen gespeicherte, zerkaute Speisebrei wird in seine Eiweißbestandteile zersetzt, und wichtige Vitamine werden herausgefiltert. Dass der Inhalt des Magens dort verbleibt, dafür sorgt der sogenannte Magenpförtner, der den Magenausgang normalerweise fest verschließt. Liegen gewisse Faktoren wie eine erhöhte Säureproduktion oder eine Störung der Schließmuskelfunktion des Magenpförtners vor, gelangt der Mageninhalt bisweilen in Schüben bis in die Speiseröhre (Oesophagus) und verätzt dort die Schleimhaut. Dies empfinden Betroffene als scharfen Schmerz oder Brennen bis in ihre Leibesmitte.

Schleimhaut schützen

Häufig auftretende Säureattacken auf die Schleimhaut in der Speiseröhre können dort Schäden hinterlassen. Zudem sind die Schmerzen oft sehr unangenehm. Zur Behandlung gibt es rasch wirksame und gut verträgliche Medikamente, um die Säure zu binden. Hilfe und fachliche Beratung finden Patienten in der Apotheke. Eine wirksame Selbstmedikation ermöglicht zum Beispiel Maaloxan, das der Bundesverband Deutscher Apotheker e.V. in 2013 erneut als Antacidum des Jahres prämiert hat.

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