Fachveranstaltung: ABAS im Dialog mit der betrieblichen Praxis

In diesem Jahr lagen die Schwerpunkte der Dialogveranstaltung des ABAS bei der Gefährdungsbeurteilung, der arbeitsmedizinischen Prävention und den praktischen Schutzmaßnahmen. Dabei stand die betriebliche Praxis im Mittelpunkt der Veranstaltung. In ihrer Begrüßung machte Isabel Rothe, Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), deutlich, dass die Gefährdungsbeurteilung eine wissenschaftliche Basis brauche. Hier arbeite die BAuA an neuen, praxisorientierten Messmethoden, um die Belastung durch biologische Arbeitsstoffe schneller und einfacher zu erfassen. Der Dialog mit der betrieblichen Praxis schaffe nicht nur Öffentlichkeit, sondern helfe, praktikable Handlungshilfen zu entwickeln.

Entsprechend erlebten die Teilnehmenden ein interessantes und lebhaftes Forum, auf dem grundlegende und spezifische Fragen zu biologischen Arbeitsstoffen beispielhaft diskutiert wurden. Dabei spannte die Veranstaltung einen Bogen, der weit über den Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen im medizinischen oder landwirtschaftlichen Bereich hinaus ging. So kamen auch die Entsorgungswirtschaft, die metallverarbeitende Industrie, bei der Gefährdungen insbesondere durch Kühlschmierstoffe auftreten können, oder die Arbeit in Archiven zur Sprache. Darüber hinaus wurde die arbeitsmedizinische Prävention bei Gefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe angesprochen.

Hilfreiche Instrumente zur Gefährdungsbeurteilung bietet der ABAS den Arbeitgebern mit der Technischen Regel Biologische Arbeitsstoffe TRBA 400 „Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und für die Unterrichtung der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen“ und insbesondere mit den technischen Regeln zu Schutzmaßnahmen für verschiedene Branchen an.

Der ABAS ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Er erarbeitet Empfehlungen und Regelungen zum Arbeitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen; die Geschäftsstelle ist bei der BAuA angesiedelt.

Eine Dokumentation dieser Veranstaltung wird zeitnah im Internet unter veröffentlicht.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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