Fachtagung zum Welttag der Kranken: Pflege und Begleitung zwischen Ethos und Wettbewerb

Am ersten Veranstaltungstag werden – ausgerichtet vom Fach Pflegewissenschaft der KU – in vier Vorträgen Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung präsentiert, diskutiert und mögliche Strategien für Pflegemanagement und Pflegepraxis in den Blick genommen. Im Zentrum stehen Bestrebungen, das Gesundheitswesen noch wettbewerbsfähiger zu machen. Dies erzeugt bei allen Leistungsanbietern ökonomischen Druck, der sich zunehmend auch auf die Versorgungsqualität der Betroffenen und ihre Familien auswirkt. Effekte wie Arbeitsverdichtung, Rationalisierung von Leistungsangeboten und Personalknappheit haben auch Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden.

Am zweiten Veranstaltungstag, für den der Fachbereich Klinikseelsorge des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt verantwortlich ist, liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf den ethischen Grenzen der Effizienzmaximierung und dem Belastungserleben von Pflegenden. Vorgestellt werden individuelle Handlungsstrategien, die helfen, die vielfältigen Belastungen in Pflege und Begleitung besser zu bewältigen. Dabei stehen insgesamt 20 Workshops zur Auswahl, die sich unter anderem mit Themen wie der Begleitung von Menschen in Krisen, Stressbewältigung durch Achtsamkeit sowie der Kommunikation an den Grenzen des Lebens beschäftigen.

Die Tagung richtet sich sowohl an Interessierte, die beruflich im Kontext von Pflege und Medizin tätig sind, als auch an Privatpersonen.

Der Welttag der Kranken wurde 1993 anlässlich des Gedenkens an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen von Papst Johannes Paul II. eingeführt. Er wird jährlich am 11. Februar, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes begangen.

Das ausführliche Programm der Veranstaltung sowie Informationen zur Anmeldung stehen online unter zur Verfügung.

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