Expertenworkshop: Interessenkonflikte in der Medizin

Interessenkonflikte können in der Medizin zu verzerrten Forschungsergebnissen und falschen Bewertungen oder diagnostischen bzw. therapeutischen Fehlentscheidungen führen. Sie entstehen, wenn das primäre Interesse des Wissenschaftlers oder Arztes, unabhängig zu forschen bzw. das Bestmögliche für den Patienten zu tun, mit sekundären Motiven konkurriert: etwa Vermarktungsinteressen der Industrie, Einflussnahme von Berufsverbänden und Politikern, aber auch dem persönlichen Ehrgeiz.

Während das Phänomen in den USA bereits zu gesetzlichen Regelungen geführt hat, befindet sich die Diskussion über Interessenkonflikte in Deutschland noch in einem frühen Stadium. Da zudem viele Mechanismen und Auswirkungen von Interessenkonflikten noch längst nicht erforscht sind, lädt die VolkswagenStiftung ca. 40 Experten zu einem Workshop ein. Ziel ist es, relevante Fragestellungen für die Forschung zu identifizieren. Ihre Akkreditierung wird erbeten unter:

„Interessenkonflikte in den modernen Lebenswissenschaften“
4. und 5. März 2013, Schloss Herrenhausen, Hannover

Fachvorträge (englisch):
– Conflicts of interest in clinical care (Prof. Dr. Eric Campbell, Harvard Medical School, Boston)
– Conflicts of interest in Public Health (Prof. Dr. Fiona Goodlee, British Medical Journey, London)
– Overview of research into conflicts of interest with focus on COIs in research (Prof. Dr. Bernhard Lo, San Francisco)

Öffentliche (deutschsprachige) Veranstaltung, 4. März, 17.30 – 19.30 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Lieb (Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, Mitautor „Interessenkonflikte in der Medizin“). Anschließend Podiumsdiskussion, moderiert von Volker Stollorz, Medizinjournalist (u.a. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung).

Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Anmeldung für die Abendveranstaltung hin:

Bitte beachten Sie auch das Kurzinterview mit Prof. Dr. Klaus Lieb unter .

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