Experten der Großregion tauschen sich zur Arthroseforschung aus

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Arthrose. Welche neuen Wege Ärzte bei der Behandlung der Krankheit künftig gehen können, beleuchtet Professor Christian Jorgensen vom Uniklinikum im französischen Montpellier in seinem Vortrag. Der international renommierte Wissenschaftler und sein Team untersuchen, wie Stammzellen bei der Therapie von Knorpelschäden zum Einsatz kommen können. Hieran forscht auch Janina Frisch vom Zentrum für Experimentelle Orthopädie am Homburger Uniklinikum. Die Molekularbiologin erhält im Rahmen der Veranstaltung ein Promotionsstipendium. Das „Robert Schuman Scholarship“ ist mit 35.000 Euro dotiert.

Darüber hinaus geht es bei der Tagung um die Universität der Großregion und die Saar-Lor-Lux-Region. Auf ihre Besonderheiten wird unter anderem der saarländische Finanz- und Europaminister Stephan Toscani eingehen. Abschließend erhalten die Teilnehmer Informationen zum neuen europäischen Forschungsförderprogramm Horizon 2020.

Organisiert wird die Tagung von Professorin Magali Cucchiarini und Professor Henning Madry in Zusammenarbeit mit der Universität der Großregion und dem Frankreichzentrum der Saar-Uni. Der Vortrag von Professor Christian Jorgensen findet im Rahmen des Deutsch-Französischen Diskurses statt, zu dem das Frankreichzentrum regelmäßig einlädt.

Hintergrund:
Um Neuerungen in der Arthrose- und Knorpelforschung effizienter voranzubringen, haben sich Wissenschaftler und Mediziner im Dezember 2011 aus dem Saar-Lor-Lux-Raum zu einem „Knorpelnetz“ zusammengeschlossen. Initiiert wurde das „Knorpelnetz der Großregion“ von Henning Madry, Magali Cucchiarini (Homburg), Dietrich Pape und Romain Seil (Luxemburg). In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Forscher des Netzwerks aus.

Professor Henning Madry ist seit 2009 Lehrstuhlinhaber für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung und leitet das Zentrum für Experimentelle Orthopädie am Uniklinikum in Homburg. Es ist bundesweit der einzige Lehrstuhl seiner Art, der von der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V. für fünf Jahre gefördert wird.
Professorin Magali Cucchiarini forscht am Zentrum für Experimentelle Orthopädie. Sie entwickelt neuartige Therapieverfahren für Arthrose. Unter anderem arbeitet sie an einem Transportsystem, das bestimmte körpereigene Gene in kranke Knorpelzellen schleusen soll. Die Zellen werden daraufhin in Richtung ihres natürlichen Zustandes „umprogrammiert“ und können wieder gesundes Knorpel-Gewebe bilden.

Fragen beantworten:
Prof. Dr. Henning Madry
Zentrum für Experimentelle Orthopädie
Tel.: 06841 1624515
E-Mail: henning.madry(at)uniklinikum-saarland.de

Prof. Dr. Magali Cucchiarini
Zentrum für Experimentelle Orthopädie
Telefon: 06841 1624987
E-Mail: magali.madry(at)uks.eu

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