Evotec und Helmholtz-Zentrum vereinen Plattformen zur gemeinsamen Entwicklung neuer Antibiotika

Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, MDAX/TecDAX, ISIN: DE0005664809) und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) gaben heute eine Zusammenarbeit zur Entwicklung neuer Antibiotika bekannt. Die Entwicklung zielt auf die Überwindung resistenter bakterieller Krankheitserreger, die zu einer globalen Gesundheitsbedrohung zählen. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich zunächst auf die Optimierung von Cystobactamiden, natürliche antibakterielle Substanzen mit einem innovativen chemischen Gerüst, die gegen die gefährlichsten gramnegativen Erreger auf der Prioritäten-Liste der WHO wirksam sind.

Im Rahmen der Vereinbarung werden Evotec und das HZI vorerst für drei Jahre zusammenarbeiten. Die Kooperation verbindet die einzigartige Sammlung und das Knowhow natürlicher Produkte sowie den Zugang zu in vitro und in vivo Modellen bakterieller Infektionen des HZI mit Evotecs führender Wirkstoffforschungsplattform, ihrer Expertise in Medizinalchemie und Pharmakologie sowie ihrer weltweit führenden Sammlung krankheitserregender Bakterien.

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Die Kombination der Plattformen von einem der in Europa führenden und renommiertesten akademischen Forschungsinstitute im Bereich Antiinfektiva mit einem der branchenweit größten und umfangreichsten Plattformen für antibakterielle Wirkstoffforschung ist eine großartige Gelegenheit, den Kampf gegen antimikrobielle Resistenz voranzutreiben. Die Nutzung von bewährten Plattformen in Verbindung mit der neuesten Technologie und weltweit führender Expertise ist der effektivste Weg, eine der größten Gesundheitsbedrohungen für unsere Gesellschaft zu adressieren. Wir sind sehr stolz darauf, dass das HZI Evotec für diese Partnerschaft ausgewählt hat.“

Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI, sagte: „Das HZI sieht es als wesentlichen Teil seiner Mission an, Erkenntnisse aus der Infektionsforschung möglichst rasch in die medizinische Anwendung zu überführen. Um diese translationale Mission zu erfüllen und innovative Wirkstoffkandidaten wie die Cystobactamide gegen gefährliche gramnegative Krankenhauskeime weiter zu entwickeln, sind strategische Partnerschaften mit Klinik und Industrie unerlässlich. Mit der Evotec haben wir einen starken und langfristig agierenden Partner gefunden, dessen Profil die Expertise des HZI in der Antibiotikaforschung hervorragend ergänzt. Wir freuen uns darauf, unsere Wirkstoffkandidaten gemeinsam mit Evotec entscheidend weiterzuentwickeln.“

Finanzielle Details der Zusammenarbeit wurden nicht bekannt gegeben.

Über antimikrobielle Resistenz:
Antimikrobielle Resistenz oder AMR bezeichnet die Fähigkeit eines Mikroorganismus wie Bakterien, Viren und einige Parasiten, die Wirkung eines Antibiotikums gegen sich zu verhindern. Infolgedessen werden gewöhnliche Behandlungen ineffektiv, Infektionen bestehen fort und können sich auf andere ausbreiten und neue Mechanismen verbreiten sich weltweit. AMR ist eine der größten Gesundheitsbedrohungen der heutigen Zeit – sofern unbehandelt – und könnte zu jährlich 10 Millionen Todesfällen und Gesamtkosten von $ 100 Billionen bis zum Jahr 2050 führen.

Über das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) untersuchen in Braunschweig und an anderen Standorten in Deutschland bakterielle und virale Infektionen sowie die Abwehrmechanismen des Körpers. Sie verfügen über fundiertes Fachwissen in der Naturstoffforschung und deren Nutzung als wertvolle Quelle für neuartige Antiinfektiva. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) betreibt das HZI translationale Forschung, um die Grundlagen für die Entwicklung wirksamer neuer Therapien und Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten zu schaffen.

Über Evotec AG:
Evotec ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen, Patientenorganisationen und Risikokapitalgesellschaften innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zügig vorantreibt. Wir sind weltweit tätig und unsere mehr als 2.500 Mitarbeiter bieten unseren Kunden qualitativ hochwertige, unabhängige und integrierte Lösungen im Bereich der Wirkstoffforschung und -entwicklung an. Dabei decken wir alle Aktivitäten vom Target bis zur klinischen Entwicklung ab, um dem Bedarf der Branche an Innovation und Effizienz in der Wirkstoffforschung und -entwicklung begegnen zu können (EVT Execute). Durch das Zusammenführen von erstklassigen Wissenschaftlern, modernsten Technologien sowie umfangreicher Erfahrung und Expertise in wichtigen Indikationsgebieten wie zum Beispiel neuronalen Erkrankungen, Diabetes und Diabetesfolgeerkrankungen, Schmerz und Entzündungskrankheiten, Onkologie, Infektionskrankheiten, Atemwegserkrankungen und Fibrose ist Evotec heute einzigartig positioniert. Auf dieser Grundlage hat Evotec ihre Pipeline bestehend aus ca. 100 co-owned Programmen in klinischen, präklinischen und Forschungsphasen aufgebaut (EVT Innovate).
Evotec arbeitet in langjährigen Allianzen mit Partnern wie Bayer, Boehringer Ingelheim, Celgene, CHDI, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer, Sanofi, Takeda, UCB und weiteren zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf und auf Twitter: @EvotecAG.

Zukunftsbezogene Aussagen:
Diese Pressemitteilung enthält bestimmte vorausschauende Angaben, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Derartige vorausschauende Aussagen stellen weder Versprechen noch Garantien dar, sondern sind abhängig von zahlreichen Risiken und Unsicherheiten, von denen sich viele unserer Kontrolle entziehen, und die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen in Erwägung gezogen werden. Wir übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren.

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Ihre Ansprechpartner:
Susanne Thiele, Pressesprecherin

Dr. Andreas Fischer, Wissenschaftsredakteur

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Presse und Kommunikation
Inhoffenstraße 7
D-38124 Braunschweig

Tel.: 0531 6181-1400; -1405

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