Europaweites Projekt gegen alkohol- oder drogenbedingte Verkehrsunfälle mit Fachtagung in Berlin

Magdeburg/Berlin. Peers und Fachleute aus zehn Bundesländern und zwei weiteren europäischen Staaten werden in Berlin zur Konferenz erwartet, welche durch das Bundesministerium für Gesundheit finanziert und von den Einrichtungen TANNENHOF BERLIN-BRANDENBURG E.V. und dem An-Institut MISTEL der Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam organisiert wird.

Dabei ist das Ziel der Fachtagung, für die beteiligten Projektpartner eine Plattform zum Vergleich von Best-Practice-Beispielen und Erfolgsergebnissen zu bieten. Zusätzlich sollen durch den intensiven Vergleich die Ziele vom PEER-Projekt an Fahrschulen weiter nach außen getragen werden und so die Aufklärung gegenüber jungen Fahranfängern auf eine noch breitere Basis gestellt werden.

Gleichzeitig wird auch darüber diskutiert, wie das Netzwerk der Träger gefestigt und eine bundesweite Kooperation ausgebaut werden kann. Im Zentrum des ersten Tages steht zudem ein Workshop der Peer-Eduactors, die Empfehlungen für die zukünftige Projektumsetzung erarbeiten und präsentieren sollen.

Im Rahmen des PEER-Projekt an Fahrschulen gehen Gleichaltrige (Peers) in Fahrschulen, um mit den jungen Fahranfänger/-innen über die Folgen von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu diskutieren. Diese Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen ist überproportional hoch in der Unfallstatistik vertreten. Besonders auffällig ist das Phänomen der so genannten Diskounfälle. Das Projekt erfährt bei den Fahrschüler/innen eine hohe Akzeptanz, da junge Menschen auf „Augenhöhe“ und ohne erhobenen Zeigefinger das Thema selbstkritisch reflektieren und hat so nachgewiesenermaßen zu einer weniger riskanten Fahrweise geführt.

Die Fachtagung findet am 15. und 16. November 2012 im Zentrum für Gesundheit und Rehabilitation in Berlin-Wilmersdorf statt. Als Teilnehmer oder auch Redner stehen bereits verschiedene Gäste fest, darunter vom Bundesministerium für Gesundheit, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat, der Deutschen Verkehrswacht, der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände sowie dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sowie zahlreiche Peers aus den verschiedenen Bundesländern.

Ansprechpartner:
Thomas Stegelitz
MISTEL/SPI Forschung gGmbH
An-Institut der Hochschule Magdeburg-Stendal
Olvenstedter Straße 25a
39108 Magdeburg

Tel: +49 (0) 391 886 4607
Fax: +49 (0) 391 886 4258
Mail: mistel@sgw.hs-magdeburg.de

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