Europäisches Konsortium entwickelt langlebige implantierbare Sensoren

Mit in den Körper implantierten Biosensoren, die ständig bestimmte Biomarker messen, lässt sich der Verlauf einer ganzen Reihe von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels überwachen. „Allerdings müssen die Implantate zurzeit noch nach einigen Wochen ausgetauscht werden, weil die Sensoren durch eine Fremdkörperreaktion des Körpers eingekapselt werden“, erklärt Sabine Seisel. Dadurch ist der Transport des jeweiligen Biomarkers zum Sensor hin behindert. Somit kann der Sensor den Biomarker nicht mehr korrekt messen.

Sensoren unabhängiger machen

Das Initial Training Network Implantsens will implantierbare elektrochemische Biosensoren entwickeln, die unabhängig von Massentransport arbeiten und so für eine längere Zeit im Körper bleiben können. Insgesamt elf Doktorandinnen und Doktoranden werden in den kommenden vier Jahren ein intensives Trainings- und Forschungsprogramm durchlaufen, an dessen Ende neuartige implantierbare Langzeitsensoren stehen sollen.

Umfassendes Trainingsprogramm

Das Training der Doktoranden basiert auf einem Blended-Learning-Konzept und vermittelt interdisziplinäres Wissen in Bioelektrochemie, Enzymengineering, Elektrodendesign und Biokompatibilität. Vervollständigt wird das Programm durch Kurse und Workshops in Management, Fundraising, Patentrecht sowie Kommunikationsstrategien. Ein internationales Konsortium aus sieben führenden europäischen Wissenschaftlern und vier Unternehmen wird die jungen Wissenschaftler schulen.

Redaktion: Meike Drießen

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann
Analytische Chemie – Zentrum für Elektrochemie
Fakultät für Chemie und Biochemie
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 26200
E-Mail: wolfgang.schuhmann@rub.de

Privatdozentin Dr. Sabine Seisel
Analytische Chemie – Zentrum für Elektrochemie
Fakultät für Chemie und Biochemie
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 25464
E-Mail: sabine.seisel@rub.de

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