Europa sollte eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der globalen Nahrungsmittelkrise einnehmen

Dabei kam unter Leitung von Prof. Tim Benton von der Universität Leeds (UK) ein Team aus ganz Europa zusammen mit Expertise in Landwirtschaft, Ökonomie, Soziologie, Umweltwissenschaften, Ökologie, Naturschutz und Wasser sowie Nahrungsmittelverbrauch.

Die Warschauer Erklärung ist unter folgendem Link auf Englisch verfügbar:

Vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) war Josef Settele in der Gruppe vertreten, die sich darauf einigte, dass Nahrungsmittelsicherheit und Landwirtschaft weiterhin eine zentrale Rolle in der europäischen Politik spielen müssen. Die Sicherstellung der globalen Nahrungsmittelsicherheit ist nur durch Disziplinen-übergreifende Ansätze möglich, die landwirtschaftliche Produktion, Umweltschutz, Gesundheitsvorsorge und Sozio-Ökonomie verbinden und den Prinzipien einer nachhaltigen Intensivierung folgen.
“Während Biotechnologie im Kontext der globalen Nahrungssicherheit eine Rolle spielen mag, so dürfte sie doch kaum die zentrale Lösung darstellen”, so die Experten. “Innovationen und Institutionenn die sich dem Management von Landnutzungssystemen in agrarisch geprägten Landschaften in einer umweltschonenden Weise verschreiben, dürften einen entscheidenderen Beitrag zur Lösung dieses globalen Problems leisten.”

Das kürzlich begonnene Forschungsprojekt LEGATO (http://www.legato-project.net/ ; http://www.ufz.de/index.php?de=21328 ), das von Josef Settele und einem Team des UFZ koordiniert wird, war entsprechend einer solchen Philosophie entwickelt worden. “Es gibt überzeugende Anhaltspunkte, dass eine nachhaltige Intensivierung (“sustainable intensification”) den nötigen Fortschritt bringen kann – z.B. durch den Einsatz des sogenannten ‘ecological engineering’-Ansatzes, wie er für den bewässerten Reisanbau in Südost-Asien im Zentrum von LEGATO steht“ sagt Settele.
Es bestand vor allem auch ein Konsens darin, dass die EU ihr produktives Agrarland weiterhin als solches nutzen und beibehalten sollte, um auch die zukünftig steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln erfüllen zu können, ob für die EU selbst oder für andere Teile der Welt.

Weitere Informationen:

PD Dr. Josef Settele
Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ
E-mail: Josef.Settele@ufz.de
oder
Tilo Arnhold (UFZ Presseabteilung)
Tel.: +49-341-235-1635

Links:

Homepage LEGATO:
http://www.legato-project.net
Pressemitteilungen LEGATO:
und

Pressemitteilung des polnischen Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (in Polnisch):

Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 1000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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